Hypo Real Estate: Experten raten zur Auflösung der Krisenbank
09.2.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Finanzen
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Die Hypo Real Estate (HRE), berühmt geworden als deutsche Krisenbank Nummer 1, entwickelt auch nach der Verstaatlichung keine wirtschaftliche Perspektive: Ein Expertengremium der Bundesregierung rät nun zur Schließung der Bank.
Das Finanzinstitut und seine Tochterunternehmen Deutsche Pfandbriefbank AG und Depfa Bank plc, tätig in den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie Staats- und Infrastrukturfinanzierungen, hatte während der Finanzkrise traurige Berühmtheit durch ihre katastrophalen Bilanzen erlangt. Nur durch staatliche Garantien in dreistelliger Millionenhöhe konnten sie vor dem Kollaps gerettet werden – und wurden 2009 verstaatlicht.
Ein Expertengremium, das im Auftrag der Bundesregierung arbeitet, empfahl nun nach Berichten der „Zeit“ die Auflösung der HRE. Die Gutachter rieten außerdem, einen solchen Schritt auch für die WestLB zu prüfen. Die Geldinstitute erbrächten „keine volkswirtschaftlich unentbehrlichen Leistungen“ mehr. Es sei unwahrscheinlich, dass der Bund durch die Erhaltung der Finanzinstitute mehr erlöse, als bei einer geordneten Abwicklung. Weniger umständlich ausgedrückt: Die HRE arbeitet nicht profitabel – auch zukünftig nicht.
Bisher hatte die Bundesregierung noch drauf gesetzt, das Geldhaus nach einer Rekonvaleszenz wieder an private Investoren verkaufen zu können. Die Gutachter teilen diese Einschätzung nicht. Höchstens für einzelne Teile der Banken sehen sie „durchaus gute Chancen“ am Markt.
Dass mit der Auflösung der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze einhergeht, bereitet den Experten keine Sorgen: Schließlich handele es sich doch vor allem um qualifizierte Kräfte mit „guten anderweitigen Beschäftigungschancen“.
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