Im Osten ist das Risiko für Zwangsversteigerung am höchsten
13.1.2012, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Finanzen
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Zwangsversteigerungen haben im vergangen Jahr abgenommen. Die gute Konjunktur und der steigende Trend zu Investitionen in Immobilien haben viele Versteigerungen verhindert.
Wurden 2010 noch 82.208 Häuser und Wohnungen versteigert, waren es im vergangenen Jahr nur noch 73.038 Objekte – ein Rückgang von 11,2 Prozent. Dieser Trend setzt sich bereits seit Jahren fort, so kamen 2007 beispielsweise noch 91.788 Immobilien unter den Hammer.
Vor allem der Immobilienboom in Deutschland hat vielen in Not geratenen Besitzern ermöglicht, ihre Eigenheime noch vor der drohenden Zwangsversteigerung zu verkaufen. Zudem hat die gute Konjunkturlage dazu geführt, dass viele Grundeigentümer über genügend Kapital verfügten, um ihre Kredite zu bedienen.
Am stärksten sank die Zahl der Zwangsversteigerungen in Berlin. 2010 kamen noch 2.190 Objekte unter den Hammer, 2011 gab es nur noch 1.617 Amtstermine – ein Rückgang von 26,2 Prozent. Im Ostdeutschland ist die Gefahr von Zwangsversteigerungen immer noch am größten. Pro 100.00 Einwohner waren mit 360 Zwangsversteigerungen die meisten Amtsgerichttermine in Sachsen-Anhalt, gefolgt von Sachsen (343) und Thüringen (297).
Zwangsversteigerungen könnten allerdings in diesem Jahr wieder zunehmen, befürchtet Thomas Beyerle, Chefresearcher der Immobiliengesellschaft IVG. „Wenn die restriktiven Sparprogramme in den Schuldenstaaten den deutschen Export lähmen, wird hierzulande die Arbeitslosigkeit steigen.“, sagte er Welt Online. Dann bestehe für viele Immobilienbesitzer die Gefahr, ihre Hypotheken nicht mehr bedienen zu können.
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