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Immobilien als Altersvorsorge: Gefragter denn je

12.2.2010, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen

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Altersvorsorge

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Die „Rente aus Stein“ steht bei den Bundesbürgern hoch im Kurs. Die private Altersvorsorge gehört – mitten in der Finanzkrise – zu den wichtigsten Agendapunkten der Deutschen. Das ermittelten die Postbank und das Allensbach Institut in einer aktuellen Studie.

Grundsätzlich gilt: Wenn es um die Finanzierung von Immobilien geht, sind die Bundesbürger bereit, mehr zu investieren als noch vor wenigen Jahren. „Auch wir beobachten, dass die Immobilie als Anlage gut durch diese wirtschaftlich schwierige Phase kommt“, sagte Hans-Joachim Gasda, Vorstandschef bei im Immobilienfinanzierer BHW Bausparkasse, dem Fachmagazin Immobilien Manager „das Geschäft mit Bestandsimmobilien nimmt zu und auch die Nachfrage nach Krediten für Renovierungen und Modernisierungen stieg zuletzt an. “ Gasda weiter: „Die Menschen haben das Gefühl, dass es derzeit eine gute Sache ist, wenn sie ihr Geld in eine Immobilie investieren.“

Gründe für einen Immobilienkauf gibt es viele: Das seit Jahren geringe Angebot an Neubauten in Deutschland (148.000 im Jahr 2008) sorgt für stabile Immobilienpreise, dazu kommen günstige Bauzinsen, die sich beinahe auf historischem Tiefstsand bewegen. Ein Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bringt derzeit einen Mittelwert von 4,2 Prozent Zinsen mit sich. „Die Deutschen wollen sich jetzt mehr denn je auf eine Rente aus Stein verlassen“, erklärte Dr. Michael Meyer, Vorstand der Postbank gegenüber dem Immobilien Manager, „und zwar durch den Kauf eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung.“

Die repräsentative Studie „Altersvorsorge 2009/2010“ des Allensbach Instituts und der Postbank (1.806 Teilnehmer) ergab, dass das eigene Haus oder die eigene Wohnung die favorisierte Form der Altersvorsorge sind: 63 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus. In der Personengruppe „Berufstätige mit Kindern“ setzen gar 70 Prozent der Befragten auf die Immobilie als Altersvorsorge. Erstaunlich auch das Ergebnis bei den Abiturienten und jungen Berufstätigen (bis 29 Jahre): 56 Prozent sind hier der Meinung, dass sich die „Rente aus Stein“ bezahlt macht.

Ungeachtet dieser guten Ergebnisse gehen Experten davon aus, dass die Immobilie als Altersvorsorge noch beliebter wäre, wenn es dafür mehr staatliche Förderungsmaßnahmen gäbe. In der Postbank-Studie sehen 80 Prozent der Umfrageteilnehmer die Förderung von Wohneigentum als „gute Idee“ bzw. als „Anreiz, selbst zu bauen oder zu kaufen“ an. Die Option „Wohn-Riester“, die staatliche Förderung von Immobilien als Altersvorsorge, ist dagegen nur wenigen Bundesbürgern wirklich ein Begriff: 46 Prozent – nahezu die Hälfte aller in der Postbank-Studie befragten Berufstätigen – gaben an, „jetzt zum ersten Mal“ von dieser Form der Förderung gehört zu haben. Unter den jungen Berufstätigen sind es gar 61 Prozent. „Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Bundesbürger beim Blick auf alle langfristigen Geldanlagen zur Altersvorsorge nachhaltig verunsichert“, bilanziert Dr. Michael Meyer, „dieses Verunsicherung äußert sich bereits in konkreten Anlage-Entscheidungen.“ So haben sich, glaubt man der Studie von Allensbach und Postbank, bereits 17,4 Prozent der Berufstätigen für die Auflösung privater Altersvorsorgemodelle entschieden, insbesondere bei der privaten Rentenversicherung, Aktien, Aktienfonds, Zertifikaten und Lebensversicherungen.