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Immobilien-Deal des Jahres: Ein Deutscher war’s

31.1.2011, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Finanzen

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Google-Immobilie

© Wikimedia Commons/Beyond My Ken

Für das spektakulärste Immobiliengeschäft des vergangenen Jahres ist eine deutsche Immobilien GmbH verantwortlich: den Verkauf eines Bürokomplexes an den Internetgiganten Google für 1,8 Milliarden Dollar.

Christoph Kahl, ein freundlicher älterer Herr mit einem Büro im beschaulichen Kölner Stadtteil Marienburg, fädelte im vergangenen Jahr das Geschäft ein, dass die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Firma Jamestown lenkte: Den Verkauf des Bürogebäudes 111 Eighth Avenue in New York an die Internetfirma Google.

Seine Fondsgesellschaft Jamestown investiert in Immobilien, laut Welt.de überwiegend in Bürokomplexe, Luxushotels und sogar Waldgebiete in den USA. Der Fonds Nummer 25, den Kahl 2004 auflegte, war zunächst einer unter vielen und der Kauf des Bürogebäudes 111 Eighth Avenue für 800 Millionen US-Dollar durchaus eine risikofreudige Entscheidung: Über zwei Häuserblocks erstreckt sich das Bürogebäude von 1932 und bietet 260.000 Quadratmeter Platz – nicht viele Firmen benötigen derart viel Fläche. Als Kahl zuschlug, betrug der Leerstand 13 Prozent, weitere 17 Prozent drohten durch auslaufende Mietverträge hinzuzukommen. Doch dann entdecke Google den Komplex als idealen Firmensitz: Unter dem Haus liegt eine interkontinentale Glasfaserhauptverbindung, mächtige Stromgeneratoren im Keller sorgen für eine unabhängige Energieversorgung, und die Decken des Baus sind – notwendig für die Stationierung der zahlreichen Server – extrem belastbar.

Der Internetriese zog ein, fühlte sich wohl – und legte Ende 2010 ein Kaufangebot über 1,8 Milliarden Dollar vor. Die 12.000 Anleger des Fonds konnte Kahl relativ schnell überzeugen, dass der Zeitpunkt für einen Verkauf günstig war: Sie konnten sich über einen Gewinn von 110 Prozent (inklusive Mieten und abzüglich Kaufpreis und Kosten) freuen.