Immobilien: Deutsche mögen Wohn- und Bürogemeinschaften
31.8.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Gewerbeimmobilien
Folgende Tags wurden vergeben: Umfrage, Untervermietung, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft
Für immer mehr Bundesbürger steht das gemeinsame Wohnen und Arbeiten mit anderen auch nach Schule, Berufsausbildung oder Studium ganz oben. Wohn- und Bürogemeinschaften stehen mittlerweile selbst bei über 30-Jährigen hoch im Kurs.
Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Online-Portals 123-untermiete.de (München) mit insgesamt 530 Teilnehmern im Alter zwischen 19 und 69 Jahren. Augenfällig dabei: Weniger als ein Drittel der Befragten glaubt, dass das Wohnen zur Untermiete nur für Studenten und junge Leute geeignet ist. Insgesamt 68 Prozent sind nicht dieser Meinung. Allerdings wohnen derzeit nur knapp sechs Prozent der Umfrageteilnehmer zur Untermiete.
„Gerade in Großstädten entscheiden sich viele Mitt- und Endzwanziger nach ihrer Ausbildung für die 5-Zimmer-WG in Bestlage“, so Tim Busse, Gründer des Internet-Portals 123-untermiete.de zu den Umfrageergebnissen, „nicht nur, weil diese häufig günstiger ist, als eine vergleichbare Single-Wohnung. Sondern auch, weil man sich gemeinsam weniger allein fühlt und über die Mitbewohner schnell Kontakt zu anderen knüpfen kann.“
Gemeinsam wohnen, gemeinsam arbeiten – diese Einstellung ist unter Unternehmern noch stärker ausgeprägt. Nur zwei Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Bürogemeinschaften nur „etwas für junge Unternehmer“ sind. 90 Prozent hingegen glauben, dass man sich auch jenseits der 35 das Büro mit anderen teilen kann. Von den Umfrageteilnehmern gab fast ein Drittel an, derzeit in einem Unternehmen mit Untermietverhältnis zu arbeiten. 63 Prozent der Befragten hat immerhin „schon einmal darüber nachgedacht“, für ihr Unternehmen Räume in einem Untermietverhältnis anzumieten. Busse dazu: „Gerade für Existenzgründer ist das Arbeiten zur Untermiete eine günstige Alternative, mit der sie Geld sparen und durch kurze Vertragslaufzeiten flexibel auf Veränderungen der Unternehmenssituation reagieren können. Sie können besser die Entwicklung ihres Unternehmens abwarten, sich aber sofort ein Büroumfeld mit Anschrift, Besprechungsraum und Netzwerk aufbauen und damit von Beginn an seriös am Markt auftreten.“ Zudem, so Busse weiter, könnten in entsprechend ausgestatteten Objekten Kosten für Mobiliar, Server oder IT verringert werden. Dies erhöhe die Chance, schneller neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Auch für den Vermieter ist das Untervermieten von Objekten von Vorteil. „Der Vermieter umgeht hohe finanzielle Risiken, da Untermieter bei Aussicht auf Liquiditätsengpässe schneller kündigen können. Zudem können Vermieter durch Untervermietung Objektleerstände zwischen langfristigen Verträgen ausgleichen“, erklärt Tim Busse.
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