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Immobilien in Nordrhein-Westfalen 2010: Stabile Preise in den Kleinstädten

30.3.2010, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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Düsseldorf

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Der Markt für Immobilien in Nordrhein-Westfalen zeigte sich im abgelaufenen Jahr 2009 sehr stabil und trotzte der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Preise für Eigentumswohnungen in Nordrhein-Westfalen gingen vielerorts leicht zurück.

Die Wohnungsmieten zogen dagegen – insbesondere in den Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohnern – an. Das geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilienmarkt 2010 des Immobilienverbands IVD-West hervor.

Wie die Immobilienprofis des IVD-West feststellen konnten, blieb die Immobiliennachfrage der privaten Käufer ist weiterhin stark. In vielen Städten ist die Nachfrage nach Immobilien in Nordrhein-Westfalen sogar deutlich angestiegen. Grund hierfür ist die ungebrochene Attraktivität von Immobilien in Nordrhein-Westfalen, die vor allem in der Wertbeständigkeit des „Betongoldes“ begründet ist. Das lockt in einer wirtschaftlich turbulenten Zeit die Anleger an. Da in den vergangenen drei Jahren in den größeren Zentren des Landes die Wohnungskaltmieten stiegen, entschieden sich mehr Personen für den Erwerb der eigenen vier Wände.

Die Preise für Eigentumswohnungen aus dem Bestand gingen im letzten Jahr leicht zurück. Die Verkaufspreise sanken in einfachen und in mittleren Lagen in den Städten von 100.000 bis 300.000 Einwohnern erheblich. Preisnachlässe von 13 und 14 Prozent waren in Leverkusen und Paderborn zu beobachten, in Mönchengladbach und Gelsenkirchen waren es sogar 19 und 20 Prozent. Weitaus weniger betroffen waren in diesem Segment Großstädte mit mehr als 300.000 Einwohnern. Beispiel Wuppertal: Hier sanken an einfachen Standorten die Preise für Eigentumswohnungen von 950 auf 850 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutet ein Minus von elf Prozent. In Bochum gingen die Preise für Eigentumswohnungen von 650 auf 640 Euro (Minus zwei Prozent) zurück. Einziger Ausreißer: Dortmund. In der Bierstadt stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in einfacher Lage von 750 auf 780 Euro (Plus vier Prozent). Dortmund war damit die einzige der neun größten Städte des Landes, die für Immobilien in Nordrhein-Westfalen in diesem Segment eine Preissteigerung verbuchen konnte.

Wie sieht es bei den Preisen für Wohnungen im Neubau-Erstbezug aus? Hier blieben die Preise stabil. Spitzenreiter bleibt in diesem Segment die Landeshauptstadt Düsseldorf. In sehr guten Lagen sind hier ca. 4.000 Euro pro Quadratmeter einzukalkulieren. In Münster liegen die Preise in vergleichbaren Lagen bei 3.600 Euro, in Köln bei 3.500 Euro, in Essen bei 3.400 und in Bonn bei 3.200 Euro. Echte Schnäppchen winken noch in Stolberg (1.300 Euro), Bergheim (1.320 Euro) und Kerpen. In der Heimatstadt von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher liegen die Preise für Wohnungen im Neubau-Erstbezug bei 1.340 Euro.

Die Wohnungskaltmiete verteuerte sich in den Großstädten von Nordrhein-Westfalen mit mehr als 300.000 Einwohnern nur geringfügig. In guten Lagen stiegen die Mieten in Altbauten im Schnitt um ein, in Bestandswohnungen nach 1948 um zwei Prozent. In guten Lagen in Essen muss man bei älteren Wohnungen derzeit mit 7,00 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen – das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. In Dortmund stiegen die Mieten um zwei Prozent (6,20 Euro), in Köln ebenfalls um zwei Prozent auf  nunmehr 8,70 Euro. Auch in diesem Segment bleibt Düsseldorf Spitze: Die höchsten Mietpreise zahlt man mit 13,00 Euro in Neubau-Wohnungen (Erstbezug) in der NRW-Landeshauptstadt. Vergleichbare Lagen sind in Köln für 10,50 Euro und in Bonn, Mönchengladbach und Ratingen für 10,00 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Günstigster Neubau-Erstbezug – fünf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche – finden sich in Fröndenberg und Windeck.

Die so genannten frei stehenden Eigenheime sind unter den Immobilien in Nordrhein-Westfalen äußerst wertbeständig. Sie sind und bleiben eine sichere Vermögensanlage. Im Schnitt kam es in diesem Segment für Immobilien in Nordrhein-Westfalen zu Preisänderungen von zwei bis minus ein Prozent. Besonders im ländlichen Raum gaben Immobilien mit einfacher Ausstattung preislich nach. In Wesel und in Euskirchen gingen in diesem Segment die Preise um 20 Prozent zurück, in Brilon um 18 Prozent und in Bad Oeynhausen um 16 Prozent.

In den neun größten Städten NRWs muss man im Schnitt für ein frei stehendes Eigenheim in guter Lage derzeit 382.500 Euro kalkulieren – Minus ein Prozent. Die Spanne reicht hierbei von 285.000 Euro in Bielefeld bis 580.000 Euro in Düsseldorf. In Dortmund muss man mit etwa 400.000 Euro kalkulieren (Ein Minus von fünf Prozent), unverändert gegenüber dem Vorjahr unter den Immobilien in Nordrhein-Westfalen blieb Lübbecke – mit 140.000 findet sich hier das günstigste vergleichbare Eigenheim.