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Immobilien in Nordrhein-Westfalen: Mieten in Ostwestfalen-Lippe fast unverändert

26.4.2010, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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Bielefeld

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Die Rezession ist vorbei, das Interesse an Immobilien in Nordrhein-Westfalen steigt allmählich wieder an. Auch in der Region Ostwestfalen-Lippe. Der Markt für Immobilien in Ostwestfalen-Lippe präsentiert sich äußerst stabil: Die Wohnungsmieten sind fast unverändert zum Jahr 2009, die Preise für Reihenhäuser und Eigentumswohnungen gingen vielerorts sogar zurück.

In Paderborn, Detmold, Minden, Rheda-Wiedenbrück und Rietberg sanken die Preise für Eigentumswohnungen um bis zu 14 Prozent. Der Quadratmeterpreis in mittleren Lagen in Minden/Westfalen fiel von 700 Euro auf 600 Euro, in guten Lagen von 900 auf 800 Euro. Das teilte der Immobilienverband IVD West mit.

Grundsätzlich gilt: Die Turbulenzen am Aktien- und Wertpapiermarkt haben das Immobiliengeschäft wieder attraktiv gemacht. Die Investition in das sichere „Be-tongold“ lockt auch risikofreudigere Zielgruppen an. Der in 2009 zu beobachtende Trend, Mehrfamilienhäusern als Anlageobjekt verstärkt zu erwerben ist nach wie vor zu beobachten, während der Kauf von einzelnen Wohnungen zur Vermietung leicht gestiegen ist.

Der Immobilienmarkt Bielefeld wird dabei zum Wohnen immer attraktiver, die Nachfrage für zentral gelegene Immobilien in Bielefeld zog deutlich an. Besonders begehrt in der Universitätsstadt sind Wohnungen und Häuser im Musikerviertel, am Botanischen Garten, am Ostpark sowie im Bielefelder Westen. Die Immobilienpreise blieben in nahezu allen Segmenten stabil. In Stadtteilen wie Ubbedissen oder Schröttinghausen wird es nach Einschätzung des IVD West zunehmend schwieriger, Immobilientransaktionen abzuwickeln. Im Bielefelder Umland (Steinhagen, Enger, Werther und Halle) sieht es ähnlich aus. Häuser aus 1970er und 1980er Jahren entpuppen sich als schwer vermittelbare Objekte, da die Ausstattung oft als unzeitgemäß wahrgenommen wird.

Die Bielefelder Wohnungsmieten sind unverändert stabil. In guten Lagen wie in der Altstadt sowie im erweiterten Innenstadtbereich muss man etwa sechs bis 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Netto-Kaltmiete) einrechnen.

In Paderborn gingen die Preise für Immobilien insbesondere in guten und mittelguten Lagen für Eigentumswohnungen zurück – je nach Lage und Ausstattung sanken sie um bis zu zehn Prozent. Die Preise für Reihenhäuser und Eigenheime blieben allgemein unverändert. Ein Reihenhaus in sehr guter Lage muss man in Hochstift mit etwa 210.000 Euro kalkulieren, Eigenheime liegen bei etwa 450.000 Euro. Zu den bevorzugten Paderborner Wohngegenden zählen die Südstadt, Elsen, Schloss Neuhaus, die Fischteiche sowie der Dörener Weg.

Die Wohnungsmieten blieben in Paderborn 2010 weitgehend stabil. Für einfach ausgestattete Wohnungen muss man derzeit etwa 4,10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Netto-Kaltmiete) kalkulieren, in mittelguten Lagen fünf Euro. In den sehr guten Lagen stiegen die Mieten um etwa zwei Prozent, von 5,40 Euro auf 5,50 Euro.

In Gütersloh gaben die Preise für gebrauchte Reihenhäuser in mittelguten und guten Lagen nach, um acht bzw. sieben Prozent. Eigenheime blieben in der Wertentwicklung unverändert, Beim Erwerb in sehr guten Lagen müssen Hauskäufer mit mindestens 300.000 Euro rechnen. Wenig Bewegung auch bei den Eigentumswohnungen: Hier muss man in Gütersloh in guten Lagen bei den eigenen vier Wänden mit 1.000 Euro pro Quadratmeter und 1.400 Euro in sehr guten Lagen kalkulieren.

Die Wohnungsmieten in Gütersloh blieben ebenfalls relativ unverändert. In mittleren Lagen muss man etwa 4,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen, an guten Standorten liegt die Kaltmiete bei etwa fünf Euro pro Quadratmeter.