Immobilien in Ostdeutschland: Steigende Preise fürs Eigenheim
10.9.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Die Zeiten, in denen Immobilien in Ostdeutschland vor allem günstig waren, sind vorbei. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind die neuen Bundesländer vor allem für Hauskäufer ein teueres Pflaster geworden. Das hat verschiedene Gründe.
Das neue Preis-Hoch für Immobilien in Ostdeutschland zeigt sich vor allem in Potsdam. In der brandenburgischen Landeshauptstadt, wo derzeit das Stadtschloss neu gebaut wird, kommen frei stehende Einfamilienhäuser (ab ca. 125 Quadratmeter Wohnfläche) sehr teuer daher. Wer in Potsdam ein Haus kaufen will, muss mit etwa 650.000 Euro im Schnitt rechnen. Das geht aus einer Studie der Immobiliengesellschaft TLG hervor.
Direkt hinter Potsdam, wo sich auch Prominente wie Günther Jauch oder Wolfgang Joop (Villa „Wunderkind“ und Villa „Rumpf“) heimisch fühlen, rangiert Dresden. Die Sachsen-Metropole verzeichnet nicht nur steigende Mietpreise. Auch das Eigenheim im „Elb-Florenz“ hat preislich angezogen und liegt mit 500.000 Euro im Schnitt fast auf dem Niveau vergleichbarer Großstädte in den alten West-Bundesländern. Die Immobilienexperten von TLG halten die Vergleich „Alte kontra neue Bundesländer“ daher kaum noch für zeitgemäß: „Potsdam und Dresden müssen den Preis-Vergleich mit westdeutschen Großstädten nicht scheuen“, hieß es in der Immobilienstudie. Kaum günstiger sind Einfamilienhäuser in Jena. Die Stadt in Thüringen verzeichnet im Schnitt Eigenheimpreise von 470.000 Euro. Leipzig verzeichnet im Segment Einfamilienhäuser ebenfalls steigende Preise – 450.000 Euro werden im Schnitt für ein Eigenheim verlangt.
Immobilien in Ostdeutschland – Wen es an die Ostsee zieht, der muss vor allem bei Neubauwohnungen zum Kauf in Rostock-Warnemünde tief in die Tasche greifen. Im Schnitt kostet der Quadratmeter hier 3.800 Euro. Damit ist das Ostseebad sogar noch teurer als Potsdam.
Gründe für den Preisanstieg für Immobilien in Ostdeutschland sind die zunehmend ansteigende Kaufkraft und der stetig vorangetriebene Aufholprozess in der Lohnentwicklung.
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