Immobilien in Top-Lage: Preise auf Höchststand
04.6.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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In wirtschaftskräftigen Regionen sind Immobilien derzeit ganz besonders gefragt. In den kommenden Monaten rechnen Immobilienprofis allerdings mit einem leichten Preisrückgang.
Hintergrund: Die Diskussionen um eine Schwächung des Euro durch die Griechenland-Krise veranlassen immer mehr Anleger dazu, in Immobilien zu investieren. Maklerverbände und Kreditanbieter registrieren eine wachsende Nachfrage – insbesondere in Ballungsräumen. Denn: Immobilien gelten als wertstabil, inflationssicher und bilden als solides Fundament für die Absicherung im Alter. Wie der Immobiliendienstleister PlanetHome in München nun mitteilte, sind die Preise in gefragten Lagen bereits aufgrund des Zinstiefs in den vergangenen Monaten merklich gestiegen. Eine Trendwende scheint jedoch in Sicht.
Während die Preise laut Verband deutscher Pfandbriefbanken insgesamt leicht zurückgingen, stieg die Nachfrage für Immobilien an attraktiven Standorten deutlich an. Zu den am meisten nachgefragten Regionen gehören dabei das Rhein-Main-Gebiet, auch Immobilien in München, Immobilien in Stuttgart, Immobilien in Düsseldorf und Immobilien in Hamburg sind begehrt. Auch in kleineren Städten wie Nürnberg, Freiburg, Bonn oder Oldenburg waren teils klare Preissteigerungen für Immobilien zu beobachten. Der daraus resultierende Preisdruck sorgt für eine durchweg positive Entwicklung der Erlöse am Markt – und für zufriedene Gesichter bei Immobilienbesitzern und Vermarktern. „Wer eine Immobilie in einer wirtschaftskräftigen Region verkaufen möchte, hat derzeit gute Karten. Sobald sich die Wirtschaft jedoch durchgreifend erholt hat, werden die Preise um einige Prozentpunkte sinken. Denn dann steigen einerseits die Zinsen, andererseits werden alternative Kapitalanlagen wieder attraktiv – das Interesse an Immobilien nimmt dadurch etwas ab“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome AG. Sein Tipp: Immobilienbesitzer, die ohnehin an einen Verkauf denken, sollten diesen zeitnah zu realisieren. Der Immobilienexperte aus München hat sich die eigenen Angebotszahlen genau angeschaut. Fazit: Die Preise in strukturell starken Regionen befinden sich aktuell auf Rekordniveau – nie zuvor waren Objekte im mittel- bis hochpreisigen Segment so teuer. Anzenberger sieht klar: „Die momentan erzielbaren Quadratmeterpreise werden auf absehbare Zeit nicht weiter klettern.“
Wie PlanetHome berichtet, gibt es zwar bundesweit aufgrund der bodenständigen Bewertungsmentalität der Deutschen nirgends eine Immobilienblase, aber eine leichte Überbewertung sei aufgrund der Abwertung anderer Anlageformen dennoch zu beobachten. Diese Überbewertung wird sich in den kommenden Monaten wieder korrigieren, so die Experten.
Außerhalb der Ballungsräume und der attraktiven kleineren Städte sind die Preise für Immobilien bereits tendenziell gefallen. Einige Standorte kommen gar auf dauerhaft rückläufige Preise. Beispiele: In Städten wie Essen, Saarbrücken oder Rostock, wo ein regelrechter „Exodus“ junger Akademikerfamilien und gut ausgebildeter Singles zu beobachten ist, entwickeln sich die Preise für Immobilien negativ. „Investoren empfehlen wir dort tendenziell den Verkauf ihrer Immobilie“, sagt Robert Anzenberger.
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