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Immobilien: Leben im Seniorendorf von Meppen

19.8.2010, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

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Seniorenwohnen

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In der Bundeshauptstadt Berlin sind Mehrgenerationenhäuser schon länger im Trend. Die Stadt Meppen geht sogar noch einen Schritt weiter. Im Emsland setzt man auf ein Seniorendorf. Wichtigste Bedingung: Alle Einwohner müssen mindestens 60 Jahre sein.

Meppen – Die Stadt im Emsland galt in den Achtziger- und Neunzigerjahren als Synonym für die Zweite Fußball-Bundesliga. Heute hat Meppen 35.000 Einwohner, Backstein, viel Grün und eingezäunte Vorgärten. Norddeutsche Idylle. Im Südwesten Niedersachsens gibt es eines der innovativsten Wohnprojekte in Deutschland: Das erste Seniorendorf. Experten weisen dem „Ort der Alten“ eine hohe Signalwirkung für das gesamte Bundesgebiet zu. Die Grundsteinlegung erfolgte vor einem Jahr. Wer einziehen will, 60 Jahre oder älter sein.

Das „Dorf der Alten“ besteht im Grunde nur aus einer Neubausiedlung am Rande Meppens. Alle Häuser reihen sich ordentlich auf und sind natürlich ebenerdig zu begehen – barrierefrei und ohne Treppen. Wer trotzdem Hilfe benötigt, kann sich direkt mit der „Kümmerin“ in Verbindung setzen. Sie heißt Christa Springfeld, ist 57 Jahre alt und hilft den Senioren bei der Bewältigung des Alltags. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören laut BERLINER MORGENPOST die Gartenpflege, Büroarbeiten und der Fahrdienst zum Arzt, zum Apotheker oder zum nächsten Supermarkt.

Bauherr des innovativen „Seniorenwohnparks Am Heideweg“ ist der Architekt Josef Wulf (65) aus Meppen. Er hat in der Stadt bereits mehr als 1.4000 Häuser und Wohnungen gebaut. Daneben wollte er einen Platz schaffen, an dem ältere Menschen eigenständig und frei leben können und gleichzeitig die Gewissheit haben, bestens betreut zu werden. Die Baustelle am Heideweg umfasst derzeit 20.000 Quadratmeter. In die bisher neun Häuser sind inzwischen 17 Menschen eingezogen, sechs weitere Häuser sind im Bau. Komplett fertig wird die Wohnanlage erst Ende 2012 sein. Sie wird dann 36 Wohneinheiten umfassen. Die Interessenten für das Seniorendorf kommen aus ganz Deutschland. Ein Grundstück kostet 40.000 Euro, mit Haus und Erschließung beträgt der Preis ca. 178.000 Euro.

Meppens Seniorenwohnpark – von einer „Sun City“, wie die Rentnerstädte in den USA auch genannt werden, will Josef Wulf nicht sprechen. „Wir sind hier nicht in Miami“, erklärt Wulf der BERLINER MORGENPOST, „dort kommen sie doch nur mit Sheriff hinein, bei uns ist alles offen.“