Immonet News
Nachrichten und Infos über Immobilien – von Immonet

Immobilien: Mehr Fenster und Türen verkauft

11.4.2012, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

Folgende Tags wurden vergeben: ,

© Wikimedia Commons/Handwerker

Die Fenster und Haustüren produzierende Branche in Deutschland kann sich freuen: Sie hat im Zeitraum von 2007 bis 2011 ein Umsatzplus von 12,4 Prozent verbucht. Der Umsatz kletterte auf 9,6 Milliarden Euro. Paradox: Ausgerechnet die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr hat der Branche gut getan.

Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe meldet, wurde der Fenster- und Haustürmarkt vor allem durch das Konjunkturpaket II und KfW-Fördermittel beflügelt. Auch der Wunsch vieler Verbraucher, in Zeiten der Krise in Immobilien zu investieren, tat ein Übriges. Denn viele Immobilienbesitzer steckten ihr Geld in die energetische Sanierung und Modernisierung von Häusern und Wohnungen anstatt in den unsicheren Finanzmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Strukturanalyse des Künzelsauer Instituts für Marketing. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) stellte die Untersuchung nun vor.

Dem Konjunkturpaket II ist allein ein Umsatzplus von 3 Milliarden Euro zu verdanken. Doch trotz der guten Gewinne der Branche ist die Zahl der Unternehmen in diesem Bereich seit 2007 um etwa 500 gesunken. Aktuell gibt es in Deutschland etwa 6700 Anbieter von Fenstern und Haustüren. Sie beschäftigen insgesamt knapp 100.000 Mitarbeiter. Der Verband VFF geht davon aus, dass die Zahl der Unternehmen in den kommenden Jahren weiter sinken wird.

VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn blickt optimistisch in die Zukunft. Das liegt nicht zuletzt am Alter der Immobilien in Deutschland. Zwei Drittel von ihnen sei vor 1970 gebaut worden. Deshalb gebe es in den kommenden Jahren einen enormen Bedarf an Modernisierungen und Sanierungsmaßnahmen.

Der Verband geht davon aus, dass es in allen Immobilien in Deutschland etwa 584 verbaute Fenster-Einheiten gibt. Etwa 320 Millionen von ihnen müssten in den kommenden Jahren erneuert werden. Deshalb rechnet der VFF in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von fünf Prozent.