Immobilien-Ranking: Wo sich Einfamilienhäuser in Deutschland lohnen
02.4.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Einfamilienhäuser, Immobilienkauf, Preisrückgang
Die Preise für Einfamilienhäuser in Deutschland sind im Jahr 2009 bundesweit um 1,2 Prozent gesunken. Das teilte der Immobilienverband Deutschland (IVD) mit. In Großstädten ab 300.000 Einwohnern stiegen die Preise für Einfamilienhäuser jedoch um 1,1 Prozent an. Günstiger präsentieren sich Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern – hier sind die Preise in diesem Immobiliensegment ebenso rückläufig wie in Mittel- und Kleinstädten.
Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Preise für das freistehende Eigenheim in Mittel- und Kleinstädten um 1,7 Prozent zurück. Ein freistehendes Einfamilienhaus in mittlerer Lage und Ausstattung mit 125 Quadratmetern Wohnfläche kostet jetzt im Schnitt 192.500 Euro – ein Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. In Großstädten ab 300.000 Einwohnern muss für ein vergleichbares Haus wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden: In guten Lagen kostet ein Einfamilienhaus in den Metropolen bei 150 Quadratmetern Fläche im Schnitt 408.500 Euro. Absoluter Spitzenreiter in diesem Immobilien-Ranking ist München. Die bayerische Landeshauptstadt, die auch die Kaufpreistabelle für Eigentumswohnungen anführt, bleibt unverändert teuer. Wer in München ein Haus erwerben will, muss für die genannte Lage im Schnitt 530.000 Euro einkalkulieren.
Auch im „Ländle“ hat das Eigenheim seinen Preis: In Stuttgart liegt der Preis für ein freistehendes Einfamilienhaus bei 450.000 Euro, es folgt Heidelberg mit 420.000 Euro. Insgesamt präsentiert sich die Top 10 des Immobilien-Preisspiegels für Einfamilienhäuser sehr südlastig. Frankfurt am Main kann beim Einfamilienhaus von durchschnittlich 380.000 Euro vorweisen, Wiesbaden als Fünfter im Ranking 370.000 Euro. Es folgt Freiburg. In der idyllischen Stadt im Breisgau müssen 365.000 Euro für ein Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert eingerechnet werden. Auf Platz sieben: Düsseldorf. In der Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen findet sich neben der längsten Theke der Welt auch der siebthöchste Wert für Immobilienpreise im Einfamilienhaus-Segment: 350.000 Euro sind es im Schnitt, die man am Rhein für ein eigenes Haus investieren muss. Ulm kommt auf Eigenheimpreise von 325.000 Euro, Erlangen als Neunter auf 320.000 Euro. Zehnter in dieser Rangliste ist Bonn. Die ehemalige Hauptstadt der BRD ist mit 315.000 Euro jedoch immer noch teurer als Berlin. In der Bundeshauptstadt zahlt man für eine Immobilie der gleichen Kategorie im Schnitt nur 230.000 Euro.
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