Immobilien-Trendstudie: Deutsche denken bei der Eigenheimsanierung auch an den Klimaschutz
30.4.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Bauen
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Die Trendstudie 2010 von PlanetHome hat jetzt gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen dennoch in die Sanierung investieren würde: 46 Prozent der Befragten möchten das nötige Kapital für Dämmung der Wände, neue Fenster und eine moderne Heizungsanlage einsetzen. Ein Schritt, der sich in sechs bis zehn Jahren finanziell in jedem Fall lohnt. Für 14 Prozent der Befragten ist auch eine Amortisierung der Sanierungskosten von elf bis 15 Jahren akzeptabel. Neun Prozent der Umfrageteilnehmer würden ihr Haus auch dann energetisch sanieren, wenn es sich überhaupt nicht rechnet. Nur knapp ein Drittel erwartet innerhalb der ersten fünf Jahre bereits schwarze Zahlen aufgrund der energetischen Sanierung.
Fakt ist: Im Schnitt dauert es bis zu 20 Jahre, ehe sich die Kosten für eine Investition in energetische Haussanierung wirklich rechnen. „Relevant sind aber nicht die Amortisationskosten, sondern der Zeitpunkt, ab dem die Belastung durch Heizkosten ohne Sanierung höher ist als die Zinsbelastung durch den Modernisierungskredit“, stellt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG, fest. Bei Immobilien, die in den 1970er Jahren erbaut wurden, ist dies meist schon nach vier bis sechs Jahren der Fall.
Ebenfalls wichtig: Immer mehr Immobilienbesitzer erkennen, dass sich Investitionen in die Energieeffizienz nicht nur durch eine niedrigere Heizungsrechnung lohnen können. „Das Haus oder die Wohnung erfährt auch eine klare Wertsteigerung – und lässt sich folglich leichter verkaufen oder vermieten“, sagt Robert Anzenberger, „Mieter und Kaufinteressenten von Immobilien müssen durch die seit 2009 geltende Energieeinsparverordnung mittels Energieausweis verbindlich über den Energieverbrauch des in Frage kommenden Gebäudes aufgeklärt werden.“
Neben finanziellen Aspekten spielen jedoch noch mehr Faktoren eine Rolle bei der Frage, ob sich energetische Sanierungsmaßnahmen wirklich rechnen. Ohne Frage: Die Lebensqualität wird dadurch erhöht. Wie das geht? Ganz einfach: Es gibt weniger Temperaturschwankungen, im Sommer wird starke Hitze außerhalb des Wohnraums gehalten. Neue Fenster sind praktisch zu handhaben und schützen deutlich besser vor Lärm. Und mit einer neuen Heizung lässt sich die Temperatur oft deutlich schneller und genauer regeln.
Wohnimmobilien verursachen mehr CO2-Emissionen in Deutschland als die Industrie. Das liegt insbesondere an Immobilien, die älter sind als 25 Jahre. Wie die PlanetHome AG mitteilt, verbraucht ein nicht saniertes Haus etwa drei Mal so viel Energie wie ein Neubau. Abhilfe schafft dabei die energetische Sanierung – neben dem Klimaschutz spielen für Immobilienbesitzer dabei die deutlich gestiegenen Energiepreise eine wichtige Rolle.
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