Immobilien: Wie teuer ist Wohnen in Deutschland wirklich?
30.6.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Immobilienkauf, München
Eine aktuelle Studie der Landesbausparkassen (LBS) nimmt 670 deutsche Städte unter die Lupe und belegt: Der Kauf einer Immobilie in Deutschland oder der Hausbau lohnen sich wieder – und das bei stabilen Immobilienpreisen.
Der Immobilienmarkt in Deutschland präsentiert sich wesentlich gefestigter als in anderen Ländern. Immobilienexperten rechnen weiter mit ansteigenden Preisen. Gut für Immobilienkäufer und Häuslebauer, denn die Investition in die eigenen vier Wände bleibt lohnenswert. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der Landesbausparkassen (LBS). Innerhalb der Studie wurden insgesamt 28.500 vermittelte Häuser verglichen.
Aber: Die preislichen Unterschiede sind deutschlandweit mitunter sehr augenfällig. Das berichtet BILD.DE. Beispiel Heidelberg. Die renommierte Universitätsstadt in Baden-Württemberg gilt gerade für Hauskäufer als teures Pflaster und führt gemeinsam mit der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden das Preis-Ranking für Einfamilienhäuser an. Ein Haus aus dem Bestand kostet hier im Schnitt 550.000 Euro. Ebenfalls in der Spitzengruppe rangieren Stuttgart mit Preisen für Einfamilienhäuser von 480.000 Euro, Freiburg (460.000), sowie Düsseldorf, Frankfurt am Main und Ingolstadt. In diesen Städten liegen die Preise für Häuser jeweils bei 450.000 Euro im Schnitt.
Städte mit mehr als einer halben Million Einwohnern lohnen sich durchaus für den Erwerb eines gebrauchten Einfamilienhauses. Wie WELT ONLINE berichtet, gehören Dresden und Leipzig (160.000 bis 170.000 Euro), aber auch Hannover und Bremen (200.000 Euro) dazu. In manchen norddeutschen Großstädten liegt das Preisniveau laut LBS-Studie sogar noch deutlich niedriger. Bestes Beispiel ist hier Bremerhaven mit Preisen von lediglich 110.000 Euro im Schnitt. In einigen Städten in den neuen Bundesländern bleiben die Preise für Einfamilienhäuser sogar deutlich unter 100.00 Euro, beispielsweise in Bitterfeld-Wolfen (60.000) und Wittenberg (70.000).
Wie die Immobilienprofis von LBS weiterhin ermittelten, zogen die Kaufpreise für Häuser vor allem im Umland verschiedener Metropolen deutlich an. Wer beispielsweise im Raum Frankfurt ein Haus erwerben will, muss dafür noch tiefer in die Tasche greifen als in der Bankenmetropole selbst. Bad Homburg kommt gar mit Rekordpreisen von 850.000 Euro daher, auch im Umland von Stuttgart und Düsseldorf sehen die LBS-Experten ähnlich hohe Preise.
Ein hohes Preisniveau findet sich auch in ausgewiesenen Touristenregionen. Konstanz am Bodensee kommt bei den Immobilienpreisen für Einfamilienhäuser auf 500.000 Euro (Schnitt). Noch teurer wird das Eigenheim im Voralpenland. Starnberg (745.000 Euro) und Garmisch-Partenkirchen (625.000) weisen hier die höchsten Werte auf.
Bei den Preisen für Bauland sieht die LBS-Studie ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. In süddeutschen Groß- und Mittelstädten ist der Quadratmeterpreis mit 310 Euro teurer als im Vorjahr. Zudem sind die Preise fast doppelt so hoch wie im Norden (120 Euro) und viermal höher als im Osten Deutschlands (70 Euro). Spitzenreiter im Preis-Ranking für Baugrund sind Stuttgart (750 Euro), München (575) und Frankfurt (550).
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