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Immobilien: Wie teuer wird Gebäudesanierung in Deutschland wirklich?

07.9.2010, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

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Sanierung

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Das Thema Energieeffizienz beschäftigt derzeit die Politik. Bis zu 50 Prozent der verbrauchten Energie in Deutschland lassen sich nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) einsparen. Deshalb hat der Spitzenpolitiker in seinem jetzt vorgelegten Energiekonzept das Thema Effizienz fokussiert. Der Plan: Hauseigentümer sollen zum Sanieren gedrängt werden.Ungeachtet der Folgen fürchten Branchenkenner schon jetzt eine Kostenexplosion. Wie WELT ONLINE berichtet, entfällt auf den Gebäudebereich in Deutschland nahezu die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs. Auch ein Drittel der klimaschädlichen Kohlendioxid- Ausstöße gehen auf dieses Konto. Denn: Mehr als 75 Prozent des derzeitigen Altbaubestandes wurden vor 1979 und damit vor der ersten Verordnung für eine bessere Isolierung errichtet. Die Folge: Ein Großteil der Energie geht für das Heizen drauf. Die Politik plant nun, mit einem neuen Konzept bis zum Jahr 2020 den Bedarf um 20 Prozent zu senken, bis 2050 sollen sogar 80 Prozent eingespart werden.

In dem u. a. bei WELT ONLINE im Detail vorgestellten Energiekonzept heißt es, dass der Standard „Null-Emission“ bis 2050 in der Novelle der Energieeinsparverordnung für Gebäude manifestiert werden soll. Die Folge: Die Gebäude müssen im Idealfall die Wärme, die sie verbrauchen, selbst produzieren. Wärme- und Stromversorgung sollen durch Öko-Energien übernommen werden, beispielsweise durch Sonnenenergieversorgung und bessere Dämmung. Bis 2020 sollen zunächst nur die am schlechtesten isolierten Gebäude saniert werden. Anreiz für den Eigentümer: Wenn er das vorgegebene Sanierungsziel vorzeitig erfüllt, erhält er eine staatliche Förderung. Außerdem soll das CO2-Gebäudesanierungsprogramm besser ausgestattet werden. Die Regierung betont, dass mit dem langfristigen Ansatz für alle mehr Planungssicherheit geschaffen werde.

Führende Eigentümerverbände wie Haus & Grund sehen im Vorhaben der Bundesregierung durchaus Fallstricke. Haus & Grund wendet beispielsweise ein, dass ein Null-Energie-Haus ein komplett anderes Heiz- und Dämmkonzept als bisher erfordert. Dieses koste bis zu 70 000 Euro. „Die Gebäudesubstanz in Deutschland ist besser als häufig unterstellt“, sagt Generalsekretär Andreas Stücke bei WELT ONLINE, „Untersuchungen zeigen, dass Wohngebäude im Durchschnitt nur halb so viel Wärmeenergie benötigen, wie von der Bundesregierung vermutet.“ Investitionen führen damit zu viel geringeren Energie-Einsparungen, als regierungsseitig angenommen. Wer ein heute gebautes Haus auf Null-Emissions-Standard umbauen möchte, müsste es quasi in den Rohbauzustand zurückversetzen.

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