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Immobilienmarkt Hongkong: Extrem teuer und hoch gefährdet

22.11.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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Einkaufsstraße in Hongkong

Einkaufsstraße in Hongkong, © Wikimedia Commons/KLN CT

Die teuersten Immobilien der Welt stehen in Hongkong – und die Preise in Chinas Metropole klettern unaufhaltsam weiter. Um einer Überhitzung auf dem Immobilienmarkt vorzubeugen, hat die Regierung in Hongkong die Steuern auf den Häuserverkauf kräftig erhöht.

Um die Kaufwut etwas zu bremsen wurden die Transaktionssteuer erhöht sowie eine neue Zwangsabgabe eingeführt. Alle gewerblichen Käufer und Privatleute, die keine Bürger Hongkongs sind, müssen demnach die neue „Buyer’s Stamp Duty“ in Höhe von 15 Prozent des Kaufpreises zahlen. Dennoch gehen Immobilienexperten vor Ort davon aus, dass die Kauflust dadurch allenfalls vorübergehend gebremst wird. Faz.net zitiert den Leiter der Abteilung für Immobilienstudien bei Credit Suisse in Hongkong: „Der Wohnungserwerb bleibt attraktiv und die Preise bleiben hoch, solange das Angebot knapp und das Geld billig ist.“

Seit 2007 sind die Immobilienpreise in Hongkong um mehr als 60 Prozent gestiegen. Dabei erreichen die Spitzenwerte immer horrendere Ausmaße. So wurde in diesem Jahr zum Beispiel eine 6.200 Quadratfuß große Luxus-Wohnung am Peak auf Hongkong Island für stolze 470 Millionen Hongkong-Dollar verkauft. Damit lag der Quadratmeterpreis bei knapp 83.000 Euro. Im Durchschnitt zahlen Immobilienkäufer in Chinas Vorzeige-Metropole rund 7.300 pro Quadratmeter.

Gefragt ist der Wohnraum in Hongkong vor allem bei den Chinesen vom Festland. Auf ihr Konto gehen rund 60 Prozent der Luxuskäufe in den vergangenen zwei Jahren. Damit haben sie auf der Suche nach attraktiven Geldanlagen die Preisspirale weiter nach oben geschraubt.

Experten setzen darauf, dass unter anderem eine veränderte Baupolitik der Regierung für Abhilfe sorgen könnte. Die chinesische Führung besitzt ein Monopol auf die Ausweisung von Bauland. Sie hatte im zurückliegenden Jahrzehnt deutlich weniger Wohnungen bauen lassen als noch in den 90er-Jahren.