Immobilienmarkt Irland: Ein Haus aus totem Geld
16.4.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte
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Ein irischer Künstler kommentierte die schwierige finanzielle Situation in seinem Heimatland auf besondere Art: Er baute sich ein Haus im Wert von 1,4 Milliarden Euro. Jedenfalls war das Baumaterial ehemals so viel wert, denn dabei handelt es sich um geschredderte Euro-Scheine.
Im Vergleich zu den anderen Krisenstaaten (zeitweilig PIGS genannt) entwickelt sich Irlands Wirtschaft durchaus ermutigend – jedenfalls erwarten Ökonomen, dass die Insel 2013 ohne europäische Finanzhilfen auskommen wird. Der Staat als auch viele private Haushalte sind jedoch weiterhin stark überschuldet, besonders viele Hausbesitzer hat die Finanz- und Immobilienkrise in den Ruin getrieben. Genau diese Situation will der Erbauer des speziellen Papier-Hauses mit seinem Werk laut focus.de aufgreifen: In seinem Kunst-Haus in Dublin verbaute er mehr als eine Milliarde Euro, als Immobilie ist der Bau jedoch fast wertlos.
Das Baumaterial erhielt der Künstler von der irischen Zentralbank, das Holz für das Gerüst plus Fenster und Türen spendete ein Freund. Buckley selbst investierte lediglich 35 Euro für den Kleister und seine Zeit: Rund drei Monate baute er an seinem Werk, das wegen seiner mangelnden Witterungsbeständigkeit in einem leerstehenden Geschäftsgebäude steht. Als Touristenattraktion macht sich das Geldhaus jedoch gut. Die Besucher müssen zwar keinen Eintritt für die Besichtigung des Baus zahlen, eine kleine Spende ist dem Künstler jedoch sehr willkommen.
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