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Immobilienmarkt: Kaufhäuser sind wieder gefragt

20.6.2011, geschrieben von in der Kategorie: Gewerbeimmobilien

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© Wikimedia Commons/Bettenburg

Immobilieninvestoren setzen wieder auf klassische Kaufhäuser. Mittlerweile finden sogar marode Warenhäuser Käufer.

Erst vor wenigen Tagen hat das Karstadt-Traditionshaus Oberpollinger und das Karstadt-Sporthaus in München neue Besitzer gefunden. Der Käufer ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Immobilienentwicklers Centrum und der Immobiliengruppe Signa aus Österreich. 250 Millionen Euro haben die Unternehmen an den einstigen Besitzer Highstreet, Eigner der meisten Karstadt-Immobilien, gezahlt.

Kurz zuvor hatte Higstreet bereits Karstadt-Kaufhäuser in Hamburg und München an die Quantum-Gruppe verkauft. Von den einstigen 164 Objekten, darunter sind auch Parkhäuser und Lagerhallen, besitzt Highstreet nun noch 120, meldet das Handelsblatt.

Der Verkauf der Hertie-Häuser ist ebenfalls in Schwung gekommen. In den vergangenen Tagen sind zwei Objekte über den Ladentisch gegangen. Insgesamt hat Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung der BNP Paribas Real Estate (BNP Paribas RE, Maklertochter der französischen Großbank BNP), nun für 27 der 64 Hertie-Häuser Käufer gefunden hat.

Inzwischen sind sogar wieder leerstehende und zum Teil heruntergekommene Warenhäuser begehrt. Denn gute Flächen sind in den Städten knapp und ein Neubau sehr teuer. Wer Flächen sucht, der komme an sanierungsbedürftigen Immobilien nicht vorbei, so Meyer. „Das Interesse der Investoren schwappt auch in die B-Städte“, sagt  Chef Bernhard Fuhrmann, Chef des börsennotierten Treveria-Konzerns, gegenüber dem Handelsblatt.

Nach einer Studie der Hafen-City-Universität Hamburg haben Hertie, Karstadt und Kaufhof zwischen 1994 und 2008 ihre Standorte auf rund 200 halbiert.