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Immobilienmarktbericht: Wohnen in Deutschland wird immer teurer

19.10.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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Wohnhaus

Wohnhaus, © Fotolia.com/seen

Es wird eng auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland. Das schlägt sich auch in den Preisen für Wohnraum nieder. Zum ersten Mal sind im gesamten Bundesgebiet im vergangenen Jahr die Mieten für Wohnraum gestiegen. Die Büromieten hingegen sind in Deutschland relativ stabil.

Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht der Bundesregierung hervor. In dieser Woche hatte Bundesbauminister Peter Ramsauer den Bericht vorgelegt. Dabei sind Wohnungen nicht nur in Metropolen heiß umkämpft. Auch außerhalb der Großstädte wird die Wohnsituation schwieriger, berichtet die Süddeutsche in ihrer Online-Ausgabe.

Wie das Bundesbauministerium mitteilt, sind sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Immobilien im vergangenen Jahr gestiegen. Die Mieten wurden im Durchschnitt bundesweit um drei Prozent teurer, in Metropolen oder Universitätsstädten stiegen die Mieten aber zum Teil deutlich stärker.

Angeführt wird die Rangliste von Greifswald: Dort kletterten die Mieten durchschnittlich um 10,4 Prozent. In Bremen zogen die Mieten um 8,8 Prozent an, in Hamburg um 7,5 Prozent, in Berlin um 7,4 Prozent. Gründe für die Engpässe sind laut Bundesbauministerium zum einen die stärkere Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. Ursächlich sei aber auch, dass in den vergangenen Jahren insgesamt zu wenig neuer Wohnraum geschaffen worden sei.

In Deutschland gibt es insgesamt etwa 35 Millionen bebaute Grundstücke, davon sind 25 Millionen mit Wohnimmobilien bebaut. Der Wert aller Gebäude und Grundstücke beträgt insgesamt etwa zehn Billionen Euro. Rund 220 Milliarden Euro betrugen die Bruttoanlageinvestitionen, die im vergangenen Jahr allein auf Immobilien entfielen. Zwei Drittel dieser Investitionen flossen in Wohnimmobilien, so der Bericht des Bundesbauministeriums. Und: Knapp 46 Prozent aller Deutschen besitzen Wohneigentum.