Immobilienpreise ist Deutschland steigen drastisch — ohne Blasen-Gefahr
03.8.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Berlin, Frankfurt, Hamburg, Immobilienpreise
Die Preise für Immobilien steigen besonders in deutschen Metropolen rasant. Doch eine Blase droht laut Experten nicht. Grund für deren Überzeugung: Auch die Mieten werden stetig teurer.
Während Hamburg und München schon seit Jahren als teure Pflaster bekannt sind, bietet inzwischen auch Berlins Immobilienmarkt keine Schnäppchenpreise mehr. In allen drei Städten stiegen die Wohnungs- und Häuserpreise laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im vergangenen Jahr um bis zu acht Prozent. Etwas moderater war die Verteuerung in Frankfurt mit einem Plus von sechs Prozent und Köln mit fünf Prozent.
Der rasante Preisanstieg nährt die Furcht vor einer Immobilienblase. Gute Voraussetzungen für eine solche sind gegeben, wenn systematisch an Darlehensnehmer mit geringer Bonität Kredite vergeben werden. Das verstärkt die Nachfrage nach Immobilien und lässt die Preise – teils in ungesundem Maße – steigen. Diesen Verlauf hatte die Immobilienkriese 2007 in den USA genommen. Einen ähnlichen Effekt kann die Verbilligung von Krediten haben.
Günstig sind Baukredite momentan in Deutschland. Die IW-Experten geben laut fr-online jedoch Entwarnung. Ein Indiz dafür, dass keine Überhitzung des Marktes drohe, sei die Tatsache, dass Mieten und Kaufpreise gleichermaßen gestiegen sind. Bei einer Blase verteuern sich meist nur die Kaufobjekte in extremer Weise. Ihr Platzen findet in Form eines rasanten Preisverfalls statt.
In Deutschland führten laut IW spekulationsunabhängige Faktoren zu den verteuerten Immobilienpreisen: Ein anhaltender Bevölkerungswachstum in den Metropolen – Berlin wird bis 2030 voraussichtlich 5,8 Prozent mehr Einwohner haben, Frankfurt 7,3. Insgesamt stieg die Kaufkraft in den Großstädten und auch das Bedürfnis nach sicheren Geldanlagen befeuert die Immobilien-Kauflust.
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