Immobilienpreise: Wohnen wird weltweit teurer
01.3.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Den Wohnort kann man sich nicht immer aussuchen. Wer beruflich gebunden ist, der muss in manchen Städten hohe Mietpreise in Kauf nehmen. Jetzt hat eine Personalberatung ermittelt, wie viel man für eine Drei-Zimmer-Wohnung zahlen muss und in welcher Stadt die Mieten am teuersten sind. Die Großstädte in Deutschland liegen bei der Auswertung im Mittelfeld.
In einer Studie der Londoner Personalberatung ECA International wurden die Mietpreise für ausländische Geschäftsleute in guten Wohnlagen in weltweit 132 Städten untersucht. Weltweit führend: Immobilien in Tokio. Die japanische Millionenstadt weist mit einer Kaltmiete von 3.000 Euro im Monat die teuersten Preise für Immobilien zur Miete auf. Die teuerste Stadt in Europa ist Moskau. Wer also beruflich in Moskau zu tun hat und sich auf Wohnungssuche begibt, muss beispielsweise für eine 80 Quartratmeter große Wohnung rund 2.100 Euro Kaltmiete im Monat kalkulieren. „In Moskau sind die Lebenshaltungskosten hoch und Wohnungen, die westeuropäischen Ansprüchen genügen, Mangelware“, sagt ECA-Expertin Mira Pathak, „das Resultat sind die höchsten Mietpreise in Europa.“ Nach Moskau sind London, Paris, Amsterdam und Istanbul die Städte in Europa mit den höchsten Mietkosten.
In Europa betrug der Rückgang der Mietpreise sogar fünf Prozent, die durchschnittliche Miete liegt bei 1.005 Euro im Monat. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) ermittelte für deutsche Großstädte bei einer durchschnittlichen Wohnung in guter Lage einen Anstieg von 1,9 Prozent. Ein Grund ist die Knappheit an Wohnraum in guten Großstadtlagen. Am deutlichsten spürt man den Anstieg der Nettokaltmieten in München: 4,4 Prozent Steigerung in der „Weltstadt mit Herz“.
Laut ECA-Studie liegt Deutschland mit seinen Mietpreisen insgesamt im Mittelfeld. Die teuerste deutsche Metropole, Frankfurt am Main, liegt international nur auf Platz 55. Eine Drei-Zimmer-Wohnung kostet hier ca. 980 Euro. Auf Frankfurt folgt München, wo eine Wohnung in einem beliebten Viertel etwa 925 Euro kostet. Weltweit liegt München damit auf Platz 65. Im Vergleich: Hamburg belegt Platz 70, Düsseldorf Rang 74, Berlin gar Platz 91. In der Bundeshauptstadt ist Wohnen vergleichsweise günstig: Eine Wohnung kostet monatlich etwa 720 Euro.
Besonders im osteuropäischen Markt hat die Finanz- und Wirtschaftskrise die Preise sinken lassen. Viele Manager wurden dort von ihren Auslandseinsätzen abgezogen, was zur Folge hatte, dass sich der Wohnungsmarkt entspannte und die Wohnungspreise auf Talfahrt gingen.
Auch in der britischen Hauptstadt London sind die Preise im Angesicht der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gesunken. Kostete eine Drei-Zimmer-Wohnung vor einem Jahr noch 2.100 Euro, so liegt sie heute nur noch 1.900 Euro. Damit belegt London in Europa Platz 2, weltweit Rang 5.
Die Preise in Paris, der Stadt mit den dritthöchsten Mieten in Europa, sind mit 1.650 Euro stabil geblieben. Weil die Preise in St. Petersburg, Dubai und Mumbai gesunken sind, rutscht die französische Hauptstadt im internationalen Vergleich vom 12. auf den 7. Platz.
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