Immobilienstreit: Erstes islamisches Kaufhaus in Hamburg stößt auf Widerstand
02.3.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog,Gewerbeimmobilien
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Eine tunesische Geschäftsfrau will in Hamburg Harburg das erste vollständig islamische Kaufhaus errichten. Die Anbieter sollen Muslime sein, auch das Warenangebot soll sich an Angehörige der Glaubensgemeinschaft richten. Integrationspolitiker und islamische Gemeinden kritisieren das Projekt, scheitern könnte es jedoch an Familienquerelen auf Seiten des Vermieters.
Die Bedürfnisse der Zielgruppe kennt die Geschäftsfrau Noura Abdi, denn sie betreibt bereits eine Website mit Angeboten für ein islamisches Publikum. Im Firdaus-Center, übersetzt Paradies-Center, sollen Angehörige der Religionsgruppe nun auf mehreren Hundert Quadratmetern ihre Shoppinggelüste auch offline stillen können – soweit der Plan.
Grundeigentümer des Gebäudes im Krummholzberg 9 ist Wolfgang Adamofski, den Mietvertrag hatte die Geschäftsfrau jedoch mit dessen Vater abgeschlossen – anscheinend ohne dass sein Sohn davon wusste. „Dieser Mietvertrag ist in meinem Namen abgeschlossen worden. Dabei habe ich keinen dazu bevollmächtigt, mich zu vertreten und in meinem Namen diesen Mietvertrag Abdis zu unterschreiben. Mein Vater, Herr Gerhard Adamofski, hat sich ohne Vollmacht als Vertreter für mich ausgegeben“, sagte Adamofski Jr. gegenüber Welt Online.
Der Vertrag ist höchstwahrscheinlich unwirksam. Dennoch muss der Eigentümer den Vertrag schnell anfechten. „Ansonsten tritt die Form der stillschweigenden Duldungsvollmacht in Kraft. Dabei ist klar: Ich werde diesen Mietvertrag nicht genehmigen. Darüber habe ich auch Frau Abdi informiert“, so Adamofski.
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