Immobiliensuche: Ein schickes Büro für den Ex-Bundespräsidenten
05.3.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog,Gewerbeimmobilien
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Während die Nation noch debattiert, ob der Ehrensold von 199.000 Euro jährlich eine angemessene Summe für Christian Wulff ist, werden weitere Forderungen seinerseits bekannt: Der Niedersachse wünscht sich laut Spiegel Online zusätzlich ein Büro plus Mitarbeiter. Rund 280.000 Euro würden dafür extra anfallen.
Die vier noch lebenden Vorgänger von Wulff genießen dieses Privileg ebenfalls und so zeigt der „Gerade-eben-noch-Bundespräsident“ keine Skrupel, Gleiches für sich einzufordern. Laut Spiegel Online würde ein Stab die Steuerzahler etwa 280.000 Euro zusätzlich pro Jahr kosten. Einen Rechtsanspruch auf offizielle Räumlichkeiten und Mitarbeiter haben Ex-Bundespräsidenten nicht, es ist vielmehr eine gängige Praxis, weil die ehemaligen Würdenträger auch nach dem Abtritt noch viele Termine und gesellschaftliche Aufgaben zu bewältigen haben.
Die Frage ist, ob das nach dem Abgang von Wulff – den viele als gar nicht würdevoll empfunden haben – gleichermaßen der Fall sein wird. Auch Wulffs Vorgänger Horst Köhler schied aus dem Amt durch Rücktritt aus, jedoch war sein Abschied allenfalls unelegant, nicht unrühmlich. Seine Räumlichkeiten in der Berliner Friedrichstraße lässt sich Köhler zwar durchaus aus der Staatskasse bezahlen, auf einen Ehrensold verzichtete er jedoch. Wulff wünscht sich hingegen den vollen Privilegien-Katalog – ob ein voller Terminkalender dies rechtfertigt, bleibt abzuwarten.
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