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In Hamburg fehlen Sozialwohnungen

22.8.2011, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/Gerhard Kemme

Wenn in Hamburg neue Wohnungen entstehen, dann sind es in der Regel vor allem teure – siehe Hafencity. Für Rentner, große Familien und Geringverdiener wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum in der Hansestadt zu finden.

Dass es an günstigem Wohnraum mangelt, bestätigt auch Immobilienexperte Dirk Brandes von der HSH Nordbank gegenüber dem NDR. Für ältere Menschen, größere Familien oder Geringverdiener bliebe da nur noch die Flucht aufs Land oder ein Leben in Armut. Denn die  Mietkosten in Hamburg steigen immer mehr an.

Auch die Anzahl der Sozialwohnungen geht immer mehr zurück. Zurzeit gibt es in Hamburg noch 100.000, ohne Eingreifen der Stadt wird die Zahl im Jahr 2020 voraussichtlich auf 57.000 fallen. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt will gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft SAGA GWG gegensteuern. Bis 2019 sollen mindestens 3.000 neue Sozialwohnungen entstehen, davon sind 1.700 für Berechtigte mit Dringlichkeitsschein gedacht.

Zudem hat die Hamburgische Wohnungskreditanstalt (WK) im vergangenen Jahr ein Programm ins Leben gerufen, dass Vermietern, je nach vereinbarter Laufzeit, einen Zuschuss von 15.000 bis 25.000 Euro gewährt, wenn diese ihre Wohnung für eine „integrationsbedürftige Zielgruppe“ zur Verfügung stellen, die auf dem regulären Wohnungsmarkt keine Chance hat. Nach Einschätzungen der Mietvereine fehlen jährlich um die 8.000 Sozialwohnungen.