Karstadt-Immobilien: Frau Schickedanz will ihre Milliarden zurück
20.1.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Gewerbeimmobilien
Folgende Tags wurden vergeben: Geld, Klage, Schickedanz
Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz ist nicht nur pleite, sondern auch wütend – auf das Bankhaus Sal. Oppenheim und Partner. Mit einem verfehlten Aktienmanagement hätten ihre ehemaligen Vermögensverwalter dafür gesorgt, dass sie fast ihr gesamtes Kapital verloren habe. Das will sie nun zurückhaben und klagt gegen das Bankhaus.
2009 musste der Handelskonzern Arcandor, ehemals KarstadtQuelle, Insolvenz anmelden. Madelaine Schickedanz ist Quelle-Erbin und hält rund ein Viertel der Anteile der Arcandor-AG, die sich in Liquidation befindet. Noch vor wenigen Jahren galt sie als Milliardärin. Dass ist sie nun nicht mehr und verantwortlich dafür macht die Quelle-Erbin ihre ehemaligen Vermögensverwalter, das Bankhaus Sa. Oppenheim und dessen Immobilienpartner Josef Esch.
In der Klageschrift fordert die ehemalige Societylady laut Manager Magazin einen Schadensersatz von mehr als zwei Milliarden Euro und will außerdem Kredittilgungen in Höhe von 200 Millionen Euro zurückhaben. Aus ihrem Privatvermögen hatte Schickedanz Sicherheiten im gleichen Wert gestellt – auch das wünscht die Dame nicht mehr.
Der Vorwurf im Klageentwurf: Die Vermögensverwalter Esch und Sal. Oppenheim hätten die Erbin dazu gedrängt, sich im großen Stil an Arcandor zu beteiligen – angeblich aus Eigeninteresse. Ziel sei es gewesen, an die in den Karstadt-Immobilien liegenden stillen Reserven heran zu kommen. Resultat war die Pleite. Sal. Oppenheim und Esch wiesen die Vorwürfe zurück.
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