Immonet News
Nachrichten und Infos über Immobilien – von Immonet

Kaufkraft in Europa: Landkarte von Arm und Reich

11.3.2011, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen

Folgende Tags wurden vergeben: ,

Europakarte

© Wikimedia Commons/Antares

Gemessen an der Kaufkraft haben sich die meisten europäischen Länder von der Finanzkrise etwas erholt. Die Kluft zwischen armen und reichen Ländern wird jedoch immer größer: Osteuropa etabliert sich als Armenhaus Europas, die wirklich Reichen leben vorzugsweise in der Schweiz, Österreich oder Südfrankreich – das zeigt eine RegioData-Studie.

Das Niveau aus Vor-Krisenzeiten ist noch nicht erreicht, die Kaufkraft der Europäer erholt sich jedoch langsam und stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent an. Am stärksten legten Polen mit 5,2 Prozent, die Slowakei mit 3,5 Prozent und Österreich mit 2,5 Prozent zu. Auch die Isländer verfügten wieder über 4 Prozent mehr Kaufkraft, allerdings musste der Inselstaat 2009 auch einen Einbruch von 12 Prozent hinnehmen. Die RegioData-Studie zeigte jedoch auch, dass in einigen Ländern die Kaufkraft schrumpfte: In Irland, Kroatien, Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien und Zypern hatten die Menschen erneut weniger Geld in der Tasche.

Durchschnittlich kann ein Europäer im Jahr rund 11.750 Euro ausgeben. Jedoch sind die nationalen Unterschiede riesige: Während ein Lichtensteiner durchschnittlich mehr als 38.000 Euro im Jahr in der Tasche hat, verfügt ein Moldawier nur über 673 Euro. Die reichsten Europäer wohnen in der Schweiz, Österreich und Norditalien in den Alpen. Gut betucht sind die Menschen außerdem in Norwegen, im Süden Großbritanniens und in Frankreich an der Cote d’Azur.

Dagegen verfügen viele Menschen im Osten Europas kaum über das Nötigste: In Moldawien, Albanien, Weißrussland, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina liegt das Pro-Kopf-Einkommen unterhalb von 2.000 Euro im Jahr. In einigen Ost-Staaten steigerte sich das Einkommens-Niveau seit dem Mauerfall jedoch erheblich: So verfügt ein Slowene über rund 9.050 Euro im Jahr und damit etwa so viel wie ein Portugiese und mehr als eine Malteser mit 8.500 Euro.