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Konjunkturerholung kommt am Immobilienmarkt an

08.4.2011, geschrieben von in der Kategorie: Gewerbeimmobilien

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© Wikimedia Commons/Rüdiger Wölk, Münster

Vom starken Anstieg der Vermietungen profitieren vor allem Städte wie Münster oder Ingolstadt. Die kleinen Standorte erhalten häufig einen besseren Platz im Immobilien-Ranking als einige Großstädte.

Langsam füllen sich die Etagen der Büroräume wieder, denn viele Firmen stocken ihr Personal auf. Das führt dazu, dass Leerstände abgebaut werden und Kauf- sowie Mietpreise wieder anziehen. 650.000 Quadratmeter wurden im ersten Quartal an den acht wichtigsten  Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München vermietet. Zwei Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. „Die bereits im vergangenen Jahr zu beobachtende positive Entwicklung auf den Vermietungsmärkten setzt sich fort“, sagte Peter Rösler, Deutschland-Chef des Maklerhaus BNP Paribas Real Estate, gegenüber der „Welt“.

Den größten Büroflächenzuwachs gibt es in München. 160.000 Quadratmeter, ein Plus von  zwölf Prozent, gefolgt von Hamburg mit 104.000 Quadratmetern (ein Plus von 13 Prozent). Frankfurt am Main konnte sogar starke Zuwächse verzeichnen. Hier vergrößerte sich die Bürofläche um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (95.000 Quadratmeter). In Berlin stieg die Bürofläche um 27 Prozent auf 136.000 Quadratmeter. Die Mieten stiegen im Durchschnitt um zwei Prozent, mit neun Prozent am stärksten in Berlin. 22 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter für ihr Büro im Schnitt zahlen.

Die kleineren Städte gewinnen langfristig an. In einem Ranking des Immobilienkonzerns IVG, gehören zu den besonders attraktiven Standorten Ingolstadt, Wiesbaden, Münster, Erlangen, Karlsruhe und Essen. „Mit steigender Nachfrage werden auch wieder die sogenannten B-Standorte interessant. Der Aufschwung in den Großstädten wird auf die kleineren Standorte überschwappen“, so Thomas Beyerle, Chefanalyst des Immobilienkonzerns IVG gegenüber der „Welt“.