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Korruptionsverdacht: Verkäufe des Berliner Liegenschaftsfonds werden untersucht

04.2.2011, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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Berlin

© Wikimedia Commons/Thomas Wolf

Wenn es um Verkauf und Vermarktung von öffentlichen Immobilien in der Hauptstadt geht, hat der Berliner Liegenschaftsfonds seine Hände im Spiel. Momentan steht das Unternehmen, dessen alleiniger Gesellschafter das Land ist, jedoch im Verdacht, dabei nicht immer ganz koscher vorgegangen zu sein: Gegen zwei Mitarbeiter des Liegenschaftfonds ermittelt die Anti-Korruptionsstelle des Landeskriminalamts Berlin.

Zwei Teamleiter des Liegenschaftsfonds, die in sechs Berliner Bezirken für Grundstücksverkäufe zuständig sind, waren laut tagesspiegel.de gleichzeitig für eine private Immobilienfirma tätig, ohne dies ihrem Arbeitgeber mitzuteilen. Alle von ihnen abgeschlossenen Kaufverträge sollen nun einer gründlichen Prüfung unterzogen werden, kündigte Kathrin Bierwirth, Sprecherin der Berliner Finanzbehörde an.

Erwiesen ist, dass die beiden Mitarbeiter im Jahr 2008 als Geschäftsführer bei der 1. Berlice GmbH tätig waren, nun mehren sich Hinweise, dass sie eine solche Funktion auch bei weiteren Immobilienfirmen übernommen haben. Neben den Untersuchungen des Landeskriminalamtes soll eine interne Revision des Liegenschaftsfonds klären, ob dem Unternehmen Schaden entstanden ist und ob dienstrechtliche Konsequenzen folgen werden.

Die 1. Berlice GmbH teilte unterdessen mit, sie habe keine Kenntnis von der Tätigkeit der Mitarbeiter beim Berliner Liegenschaftsfonds gehabt. Die Männer seien 2008 als Geschäftsführer entlassen worden, weil ihrer Arbeit nicht zufrieden stellend gewesen sei.