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Kronprinz Willem-Alexander verkauft Ferienvilla

18.1.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Wikimedia Commons/Holger Motzkau

Das Urlaubsdomizil des niederländischen Thronfolgers Willem-Alexander hatte beinahe eine Monarchie-Krise in den Niederlanden ausgelöst. Jetzt hat der Kronprinz das Anwesen in Mosambik verkauft.

Das Immobilien-Projekt stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Das Haus liegt idyllisch auf der Halbinsel Machangula, in einem Villenpark für Millionäre – in der Nachbarschaft tummeln sich Elefantenherden. Bereits 2007 hatten sich Willem-Alexander und seine Frau Maxima dort eingekauft.

Die Negativschlagzeilen begannen mit der Falschmeldung, dass ein Kriegsschiff vor der Insel patrouillieren müsse, wenn der Kronprinz anwesend sei. Dann stellte sich heraus, dass gegen die Projektentwickler in Südafrika wegen Verdachts auf Betrug ermittelt wurde, weil Hilfszusagen für die arme Bevölkerung der Halbinsel nicht eingehalten worden waren. Aufgrund der nicht erfüllten Versprechungen kam es in Machangula zu Schießereien. Den Niederländern platzte endgültig der Kragen, als bekannt wurde, dass die Regierung wegen der Finanzkrise Ausgaben unter anderem für Polizei und Feuerwehr kürzen musste, dem Königshaus allerdings eine Etatsteigerung von 3,5 Prozent zubilligte.

Daraufhin wurden die Frage nach Sinn und Zweck der Monarchie in den Niederlanden wieder lauter und sogar die königstreue Oranier-Vereinigung verurteilte die Luxusvilla als unangebracht, berichtete Spiegel Online. Die Regierung strich der königlichen Familie daraufhin die privaten Flüge. Von der Streichung blieben lediglich die Königin und der Thronfolger verschont.

Nach langem hin und her hat Willem-Alexander die umstrittene Ferienvilla nun für einen symbolischen Preis an eine Kooperation verkauft, die ein Entwicklungsprojekt betreibt, meldet der Stern.