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LBS Research: Deutsche Häuser sind vergleichsweise günstig

05.6.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/ Phillip Perry

Im europäischen Vergleich sind Häuser in Deutschland verhältnismäßig preiswert. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle LBS Research. In der Studie vergleicht die Bausparkasse LBS unter anderem die europaweiten Preisdaten 2011 für Einfamilienhäuser. In fast allen europäischen Staaten müssen die Menschen mehr Geld ausgeben, um an ein Eigenheim zu kommen. Am teuersten ist Wohneigentum in Luxemburg.

Wie die LBS mitteilt, kostet ein eigenes Haus in Luxemburg im Durchschnitt knapp 540.000 Euro. In Belgien, den Niederlanden und Frankreich müssen Investoren immerhin zwischen 280.000 und 330.000 Euro hinblättern für das eigene Häuschen. Hierzulande liegen die Durchschnittspreise für ein Eigenheim bei rund 210.000 Euro. Günstiger ist das Haus nur in Irland. In dem von der Finanzkrise arg gebeutelten Land zahlen Verbrauchen durchschnittlich 174.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Dort ist im Zuge der Wirtschaftskrise die Immobilien-Preisblase geplatzt. Der Neubau ist dramatisch eingebrochen. Zu Spitzenzeiten Ende 2006 hatten Häuser in Irland im Durchschnitt mehr als 300.000 Euro gekostet.

Interessant ist die Marktentwicklung: Zählte Deutschland noch vor anderthalb Jahren zu den Spitzenreitern bei den Hauspreisen, haben die europäischen Nachbarn uns nun überholt. Während in fast allen Ländern die Preise anzogen, blieben die Werte in Deutschland vergleichsweise stabil.

Bei der Studie handelt es sich nicht um einen reinen Preisvergleich. Statt dessen vergleichen die LBS-Experten die verfügbaren Durchschnittspreise der verkauften Objekte im jeweiligen Land: also einen Mix aus Neubau- und Gebrauchtimmobilien, frei stehenden Eigenheimen und Reihenhäusern. Eigentumswohnungen bleiben außen vor.

In Deutschland zum Beispiel ist der Anteil der Verkäufe von günstigen Bestandsimmobilien gegenüber Neubauten enorm gestiegen. Frankreich ist demgegenüber das einzige Land im LBS-Vergleich, für das nur Preise von Gebrauchtimmobilien erhoben wurden.