Luxusimmobilien: Hamburg und München mit den höchsten Umsätzen
14.6.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Hamburg, Luxusimmobilien, München
In Hamburg und München werden deutschlandweit die meisten Objekte aus dem Segment „Luxusimmobilien“ gehandelt. Das berichtet das HAMBURGER ABENDBLATT mit Bezug auf eine aktuelle Studie des Immobilienunternehmens Dahler & Company. Hinter der Hansestadt und der bayerischen Landeshauptstadt belegt die Bundeshauptstadt Berlin nur den dritten Rang.
Hintergrund: Die Studie von Dahler & Company ergibt sich aus den von Gutachterausschüssen gemeldeten Verkaufsfällen. Eine Immobilie gilt dann als Luxusimmobilie, wenn sie einen Verkaufswert von 750.000 Euro oder einen Quadratmeterpreis von 5.000 Euro vorweisen kann. Im letzten Jahr wurden alle Verkaufsfälle in den Städten Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Stuttgart ausgewertet.
In Hamburg wurden im Jahr 2009 insgesamt 268 Luxusimmobilien im Gesamtwert von 367 Millionen Euro vermarktet, in München waren es im gleichen Zeitraum Immobilien im Wert von 403 Mio. Euro. In Berlin wurden Luxusimmobilien im Wert von 186 Mio. Euro verkauft. “Viele Interessenten waren vor allem im ersten Halbjahr 2009 sehr zurückhaltend und haben ihre Mittel stärker auf ihr Unternehmen konzentriert”, sagte Björn Dahler, geschäftsführender Gesellschafter der Dahler & Company GmbH dem HAMBURGER ABENDBLATT, „das zeigte sich vor allem bei Kunden aus den Bereichen Schifffahrt, Logistik und Groß- und Außenhandel.“ Inzwischen habe sich die Situation jedoch wieder entspannt.
Im Segment Eigentumswohnungen stiegen die Umsätze und die Zahl der Kauffälle in Hamburg um 22 Prozent. „Das Angebot an Neubauwohnungen im Premiumbereich wächst stärker als an neuen Einfamilienhäusern und Villen“, sagt Dahler. Exemplarisch für diese Entwicklung ist die HafenCity. Hier stiegen die Käufe von Eigentumswohnungen im Wert von über einer Million Euro um ein Drittel. “Diese Entwicklung geht laut Dahler hauptsächlich auf den „Marco Polo Tower“ zurück. „Hier sind über 80 Prozent der Wohnungen bereits verkauft“, stellt Dahler fest. Insgesamt, so der Immobilienprofi weiter, hätten in Hamburg die Verkäufe von Eigentumswohnungen um rund 17 Prozent auf 105 zugelegt. Die dabei erreichten Umsätze stiegen auf 121 Mio. Euro (10 Prozent).
Eine Entwicklung, die verschiedene Gründe hat. Das Angebot an Einfamilienhäusern in Hamburg ist gerade innerstädtischen Lagen mehr als knapp. Singles und Zwei-Personen-Haushalte suchen stärker nach Wohneigentum auf der Etage als nach Häusern mit Garten. Zudem ist die Eigentumswohnung eines der am meisten nachgefragten Immobiliensegmente bei der Kapitalanlage. Anleger haben dabei vor allem die künftige Wertentwicklung im Blick, weniger die hohe Mietrendite. „Da muss vor allem die Lage Top sein, um eine Wertsteigerung in den nächsten vier bis sechs Jahren zu erreichen“, unterstreicht Tom Kirst von Dahler & Company. Und er relativiert: „Bei vielen Objekten in der HafenCity sei diese Erwartung bisher aufgegangen. Bei Neubau-Wohnungen ist schon jeder zweite Käufer ein Kapitalanleger.“
Weitere Immobilien News von Immonet:
- Die teuersten Adressen in Deutschland
- Wohnen auf Sylt besonders teuer: Bis zu 35.000 Euro pro Quadratmeter
- Immobilien: Unattraktive Standorte in Deutschland
- Immobilienhype in deutschen Großstädten
- Experten-Umfrage: Hamburg und München Top bei Gewerbeimmobilien
- Luxusimmobilien: So exklusiv wohnt München bei REAL ESTATE selected
- Immobilienpreise: Wo winken noch Schnäppchen?
- Immobilien in Großstädten: Wohnungen sind rar und teuer
- Elbphilharmonie: Kostenexplosion sorgt für horrende Architekten-Honorare
- Immobilienmarkt Hamburg: 16.000 Euro pro Quadratmeter für Top-Immobilien






