Immobilien-Deal gescheitert: Metro bleibt vorerst Eigentümer von Kaufhof
18.1.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Gewerbeimmobilien
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Der Metro-Konzern hat überraschend die Verhandlungen mit den vier möglichen Käufern der Warenhausgruppe Kaufhof abgebrochen. Anscheinend war die Metro mit der Höhe der Offerten unzufrieden. Besonders ärgerlich ist der Rückzug für das Bieterkonsortium Signa/Centrum, die mehrere Millionen in das Angebot investierten.
Die offizielle Begründung des Konzerns für den Verhandlungs-Stopp: „Die aktuelle Lage am Kapitalmarkt bietet keine geeigneten Rahmenbedingungen für eine so wichtige Transaktion“, sagte Metrochef Olaf Koch am Dienstag laut Spiegel Online.
Bis zu drei Milliarden Euro soll Metro laut dem Manager Magazin für die Warenhaustochter gefordert haben. Allerdings laufen die Geschäfte nicht besonders gut – Galeria Kaufhof mit seinen 140 Häusern verzeichnete laut Immobilien Zeitung im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen von 3,7 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. Das dürfte sich in den Verhandlungen zu Ungunsten der Metro ausgewirkt haben. Dennoch waren die Gespräche mit zwei Investoren bereits fortgeschritten, als aussichtsreiche Kandidaten galten der Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen und René Benko, österreichischer Immobilieninvestor und CEO der Signa-Holding.
Ein Angebot von mehr als zwei Milliarden Euro soll das Bieterkonsortium Benko/Centrum bereits abgegeben und rund 5 Millionen Euro allein in die Verhandlungen investiert haben. Das war der Metro anscheinend zu wenig. „Aus heutiger Sicht können wir das Ertragspotenzial besser selbst heben, als durch einen Verkauf“, sagte ein Konzernsprecher laut Manager Magazin.
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