Mieten, Immobilienbesitz, Leerstand: So wohnen die Deutschen
16.3.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Finanzen,Immobilien-Märkte
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Eigentumswohnungen werden immer beliebter, Rentner und Alleinerziehende leiden am meisten unter steigenden Mietkosten und trotz Wohnungsnot in den Metropolen gibt es in Deutschland insgesamt mehr Leerstände. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus.
Der Durchschnitt der Deutschen zahlt mit 22,5 Prozent zwar wie in den Vorjahren rund ein Viertel des Einkommens für die Kaltmiete. Mehr Ausgaben als bisher haben jedoch Rentner und Alleinerziehende. Jeder dritte Rentnerhaushalt musste 2010 laut weld.de mehr als ein Drittel des Einkommens für die Kaltmiete zahlen. Wer seine Sprösslinge alleine erzieht zahlt – abhängig von der Zahl der Kinder – ein Viertel bis ein Drittel.
Vor allem die Nebenkosten sorgen für höhere Ausgaben. Laut Angaben des Deutschen Mieterschutzbundes zahlen die Bundesbürger seit 2005 rund 30 Prozent mehr für Strom. Die Preise für Erdöl stiegen sogar um 34 Prozent. Nutzer von Gas kamen mit einer Erhöhung von 20 Prozent noch am günstigsten davon.
Rund 45 Quadratmeter bewohnt der Durchschnittsdeutsche und zahlt dafür im Westen pro Quadratmeter 6,51 Euro Kaltmiete, im Osten 5,95 Euro. Die Preise variieren jedoch erheblich, je nachdem, ob man in Ballungsgebieten oder ländlichen Regionen wohnt. Während in den Metropolen zu wenig (bezahlbarer) Wohnraum vorhanden ist, stehen deutschlandweit etwa 3,5 Millionen Wohnungen leer, die Quote erhöht sich damit von 8,0 auf 8,6 Prozent vier Jahre zuvor. Für die Steigerung sorgen vor allem viele leere Wohnungen (7,8 Prozent) in den alten Bundesländern. Zwar liegt die Quote im Osten Deutschlands mit 11,5 höher, im Vergleich zu 2006 sank sie sogar um einen Prozentpunkt, weil viele Gebäude abgerissen wurden.
Kein Wunder, dass bei steigenden Mieten Eigentum immer beliebter wird. Die 37 Millionen Wohnungen in privater Hand werden zu 45 Prozent von den Eigentümern selbst bewohnt. Die Quote hat sich in den vergangenen Jahren um mehr als 4 Prozent erhöht. Insgesamt wurden 40,5 Wohnungen in Deutschland gezählt. Das sind 1,7 Prozent mehr als vier Jahre zuvor.
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