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Möbelhaus Ikea zieht es in die Fußgängerzone

07.12.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Gewerbeimmobilien

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Ikea

© Wikimedia Commons/IKEA International Group

Nachdem der Konzern seit fast vier Jahrzehnten seine Einkaufszentren vorzugsweise in der Nähe von Autobahnauffahrten und auf der Grünen Wiese eröffnet, zieht der Möbelriese nun mitten in die City. In Hamburg Altona soll die erste Ikea-Filiale in einer Fußgängerzone entstehen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, möchte der Möbelkonzern mit diesem Schritt eine neue Zielgruppe erreichen. Die Bauarbeiten in der Großen Bergstraße in Hamburg-Altona haben bereits begonnen. Im Sommer 2014 soll dort Eröffnung sein. Dann sollen mit der Niederlassung vor allem Kunden ohne Auto angelockt werden. Die sind bisher beim schwedischen Möbelkonzern eher Mangelware.

In ganz Deutschland betreibt Ikea 46 Möbelhäuser, weltweit sind es 338. Bisher dürfte keines so aussehen wie die nun geplante Niederlassung. Sie soll ohne die bekannte blaue Fassade auskommen. Durch große Schaufenster sollen Fußgänger einen Blick ins Innere werfen können. Auf die Aufteilung in Möbelabteilung und Markthalle möchte Ikea verzichten. Insgesamt acht Stockwerke Ikea-Konsumwelt sind vorgesehen.

Mit dem Neubau testen die Schweden eine neue Firmenstrategie. Die Süddeutsche Zeitung zitiert Ikea-Manager Armin Michaely: „Auf so einer kleinen Fläche haben wir noch nie ein voll funktionstüchtiges Einrichtungshaus gebaut.“ Nur 10.000 Quadratmeter groß wird das Geschäft in Altona sein – keine andere Filiale ist so klein.

Für den Neubau investiert Ikea 80 Millionen Euro. Eine geringe Summe im Vergleich zu den ehrgeizigen Unternehmenszielen. Denn bis zum Jahr 2020 möchte Ikea seinen Umsatz von derzeit 25 Milliarden Euro im Jahr verdoppeln. Zuwächse soll es nicht nur auf neuen Märkten wie in China, sondern auch in Ländern wie Deutschland geben.