Nach dem Erdbeben in Spanien: Lorca soll komplett wiederaufgebaut werden
16.5.2011, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Bauen
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© Wikimedia Commons/aperiago
Das Erdbeben in Spanien hat Schäden in Höhe von 70 Millionen Euro verursacht. Auch zahlreiche Neubauten sind zerstört worden. Jetzt wird Kritik vom Berufsverband der spanischen Geologen an der Regionalregierung laut.
So stürzte beispielsweise ein erst vor acht Jahren errichtetes Hochhaus in sich zusammen und riss zwei Menschen in den Tod. Obwohl bekannt ist, das Lorca einer der erdbebengefährdetsten Städte in Spanien ist, waren viele Häuser nicht stabil genug gebaut. Vier von fünf Gebäuden sollen nach Angaben des Regionalpräsidenten beschädigt worden sein. Nur wenige sind aber laut Frankfurter Rundschau vollkommen zerstört.
Lorca hat nur einen kleinen historischen Kern, die meisten Häuser sind in den vergangenen Jahrzehnten gebaut worden. Das Erdbeben hat keinen Unterschied zwischen Alt- und Neubauten gemacht. Der Präsident des Berufsverbandes der spanischen Geologen, Luis Eugenio Suárez, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Regierung. „Die Gebäude in Lorca hätten nicht einstürzen dürfen“, sagte Suárez der Tageszeitung Público gegenüber. „Ein Erdbeben dieser Größenordnung sollte nicht stark genug sein, dass Häuser in sich zusammenfallen.“ Die Region Murcia hätte besser auf ein Beben vorbereitet sein müssen. Wahrscheinlich seien die betroffenen Gebäude schon vor dem Beben beschädigt gewesen oder hätten Baumängel aufgewiesen.
Architekten und Bauingenieure versuchen sich derzeit einen Überblick zu verschaffen und kennzeichnen mit Spraydosen die unbewohnbaren Häuser. In Lorca sind ca. 7000 Familien obdachlos.
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