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Nach verpatzter Eröffnung: Air Berlin verklagt Flughafen BER

07.11.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Gewerbeimmobilien

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Flughafen BER

Flughafen BER, © Wikimedia Commons/Michael F. Mehnert

Diese Klageschrift könnte der Anpfiff zu einer langwierigen juristischen Auseinandersetzung werden: Als erste Fluggesellschaft zieht Air Berlin wegen der verpatzten Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens vor Gericht und verlangt Schadensersatz. Auch die Lufthansa zieht eine Klage in Betracht.

Im Juni 2012 sollte der Großflughafens ursprünglich eröffnet werden. Vor allem wegen Problemen mit dem Brandschutz wurde der Termin inzwischen auf Oktober 2013 verschoben. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters ist eine außergerichtliche Einigung zwischen Air Berlin und Flughafen BER gescheitert. Wie viel Geld die Fluggesellschaft vom Betreiber des Großflughafens fordert, wurde nicht bekannt. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn sagte, dass für sein Unternehmen Schäden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden seien.

Der Flughafenbetreiber hält die Klage hingegen für aussichtslos. Der Sprecher der Geschäftsführung, Rainer Schwarz, erklärte, es habe keinen vertraglich festgeschriebenen Eröffnungstermin für den Flughafen Berlin-Brandenburg gegeben. Sein Unternehmen sei nach wie vor an einer außergerichtlichen Einigung interessiert.

Air Berlin hatte zum Sommer 2012 sein Angebot in Berlin um 230 zusätzliche Flüge pro Woche ausgedehnt. Dieser zusätzliche Flugverkehr müsse nun über den Flughafen Berlin-Tegel abgewickelt werden. Der sei aber für solche Aufgaben nicht ausgelegt, so Air Berlin. Die Airline hatte große Hoffnungen in den neuen Berliner Großflughafen gesetzt. Dort wollte die in die roten Zahlen geratene Fluggesellschaft ihr internationales Drehkreuz ausbauen und so wieder in die Gewinnzone fliegen. Stattdessen muss Air Berlin nun erst einmal abspecken in der Hauptstadt.

Betroffen von der verspäteten Flughafen-Eröffnung ist auch Lufthansa. Die Fluggesellschaft erwägt ebenfalls eine Schadensersatzklage. Wie eine Sprecherin des Unternehmens sagte, werde zunächst der Schaden ermittelt und dann über das weitere Vorgehen entschieden.