Neubau für Bundesnachrichtendienst: 101 Millionen Euro teurer als geplant
18.10.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Bauen,Blog
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Schon wieder eine Kostenexplosion in Berlin: Dieses Mal trifft es den Neubau für den Bundesnachrichtendienst (BND). Das Bürogebäude in Berlin-Mitte wird voraussichtlich stolze 101 Millionen Euro teurer als geplant. Derzeit werden die Gesamtkosten auf 912,4 Millionen Euro geschätzt.
Laut Berliner Morgenpost nennt die Deutsche Presseagentur diese Zahlen. Grund für die Kostenexplosion sollen Verzögerungen am Neubau sein. Die neue BND-Zentrale an der Chausseestraße in Berlin-Mitte ist die größte Baumaßnahme des Bundes seit der Wiedervereinigung. Ursprünglich waren Baukosten in Höhe von 720 Millionen Euro für das Großprojekt kalkuliert worden.
Unter anderem gab es Probleme mit der Lüftungsanlage, berichtet die Berliner Morgenpost in einem früheren Artikel. So musste die Anlage vollständig aus- und wieder eingebaut werden.
Derzeit sind die meisten BND-Mitarbeiter in Pullach bei München tätig. Von dort möchte der BND ab 2014 nach Berlin-Mitte umziehen, so die Berliner Morgenpost. Der Hauptumzug wird aber wohl erst im Jahr 2016 sein. Insgesamt sind gut 6000 Männer und Frauen beim BND beschäftigt. Gut 4000 von ihnen sollen in Zukunft in Berlin beschäftigt sein. Die gesamte Bürofläche dort entspricht 35 Fußballfeldern.
Laut Handelsblatt hatte die Bundesregierung den Umzug im Jahr 2003 beschlossen. Mit der Verlagerung des Auslandsgeheimdienstes in die Nähe der Regierung soll der Dienst effizienter gestaltet werden. Pannen während der Bauphase hatte es immer wieder gegeben. So waren zum Beispiel Baupläne verschwunden. Als größtes Problem erwies sich bis jetzt eine verpfuschte Lüftungsanlage. Ursprünglich hätte der Umzug schon 2011 über die Bühne gehen sollen.
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