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OECD sieht Gefahr von Immobilienblase in der Schweiz

29.11.2012, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen

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© Wikimedia Commons/ MadGeographer

Droht der Schweiz eine Immobilienblase? Das befürchten die Experten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie raten dem Alpenland, dringend etwas gegen die rasant steigenden Immobilienpreise zu unternehmen.

Wie das Handelsblatt berichtet, fordert die OECD, dass das Hypothekenwachstum in der Schweiz begrenzt werden müsse, um Ungleichgewichten entgegenzuwirken. Derzeit steigen die Hauspreise in der Schweiz erheblich. Auch die Zahl der Immobilienkredite klettert nach oben. Handlungsbedarf sieht die OECD vor allem bei den Kantonalbanken, die besonders aktiv auf dem Schweizer Immobilienmarkt sind. Sie sollten nach OECD-Empfehlung ihr Kreditwachstum dringend eingrenzen.

Die Großbank UBS berechnet als Indikator für die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt den sogenannten Swiss Reals Estate Bubble Index. Im dritten Quartal dieses Jahres hatte der Index erstmals seit 1991 die Risikozone erlangt. Auslöser für den schlechten Wert sind allzu niedrige Hypothekenzinsen.

Schon im Juli hatte die Schweiz erste Maßnahmen eingeführt, um das Risiko bei Immobilienkrediten zu mindern. So wurde der Regierung die Möglichkeit eingeräumt, Kapitalanforderungen bei sämtlichen Banken auf bis zu 2,5 Prozent der risikogewichteten Inlandsanlagen zu erhöhen.