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Ökoenergie-Reform: Haushalte müssen mit steigenden Strompreisen rechnen

11.10.2012, geschrieben von in der Kategorie: Allgemein

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© Wikimedia Commons / Christian Doppelgatz/KUXMA

Die Haushalte in Deutschland müssen im kommenden Jahr mit erheblichen Steigerungen beim Strompreis rechnen. Der Grund: Die Ökostromumlage soll nach den Plänen von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) deutlich angehoben werden. Ein Durchschnittshaushalt muss dann rund 60 Euro mehr pro Jahr für Strom ausgeben.

Wie die Süddeutsche berichtet, soll die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung von Wind- und Solarstrom von derzeit 3,59 auf 5,3 Cent je Kilowattstunde steigen. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden muss dann pro Jahr allein 185 Euro für die Förderung von Ökostrom zahlen. Bisher waren es rund 60 Euro weniger.

Angesichts der Proteste auch aus den Reihen der Regierungskoalition kündigte der Bundesumweltminister eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes an. So solle unter anderem die Förderung von Ökostrom neu geregelt werden. Letztlich gehe es darum, vertretbare Strompreise zu gewährleisten, nennt n-tv.de die Ziele Altmaiers.

Überlegt wird unter anderem, den Ausbau der Stromgewinnung durch Sonne und Wind zu begrenzen. In der Kritik stehen auch die vielen Rabatte, die Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch derzeit gewährt werden. Der Bundesverband Verbraucherzentrale sprach sich zudem dafür aus, die staatliche Stromsteuer zu senken. Auf diesem Wege könnte die Bundesregierung Mehreinnahmen bei der Mehrwertsteuer durch steigende Strompreise an die Bürger weitergeben.

Derweil verschärft sich innerhalb der Regierungskoalition der Ton. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warf Altmaier und der CDU Zögerlichkeit beim Kampf um bezahlbare Energie vor, wie die Süddeutsche berichtet. Wer die Strompreise langfristig in den Griff bekommen wolle, müsse das Erneuerbare-Energien-Gesetz radikal reformieren, so Rösler.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, n-tv.de