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Preise für Häuser: LBS-Studie macht Süd-Nord-Gefälle aus

20.6.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Schwörer Haus

Wer auf der Suche nach einem Einfamilienhaus ist, sollte sich vorzugsweise im Norden oder Osten Deutschlands umsehen. Denn dort sind freistehende Eigenheime oftmals um ein vielfaches günstiger als im Südwesten der Republik. Zu diesem Ergebnis kommt die LBS in ihrer Studie „Markt für Wohnimmobilien 2012“. Insgesamt verläuft der Preisanstieg für Häuser in Deutschland aber vergleichsweise moderat.

Dabei sind die Preisunterschiede für Wohnimmobilien in Deutschland regional extrem unterschiedlich. Das zeigt sich vor allem an freistehenden Einfamilienhäusern, dem beliebtesten Kaufobjekt auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Der LBS-Immobilienpreisspiegel macht München mitsamt seinem Umfeld als teuerste Region Deutschlands aus. Dort kostet ein freistehendes Einfamilienhaus im Durchschnitt 775.000 Euro. Das ist immerhin zehn Mal so viel wie in einzelnen ostdeutschen Mittelstädten.

Auf den Folgeplätzen stehen Großstädte aus dem Südwesten wie Wiesbaden mit einem Durchschnittspreis von 650.000 Euro, Freiburg mit 600.000 Euro, Frankfurt am Main mit 550.000 Euro, Ingolstadt mit 525.000 Euro, sowie Stuttgart und Heidelberg mit einem Durchschnittspreis von 520.000 Euro für ein freistehendes Einfamilienhaus.

Dagegen gibt es laut LBS-Studie aber auch Großstädte mit mehr als einer halben Million Einwohner, in denen gebrauchte Einfamilienhäuser relativ preiswert zu haben sind. So bewegen sich die Preise für ein Haus in Leipzig, Hannover, Bremen und Dresden sowie in Berlin und Essen im Durchschnitt auf einer Bandbreite zwischen 200.000 und 250.000 Euro. Zu den Schlusslichtern bei den größeren Städten zählen Halle und Magdeburg mit Durchschnittspreisen von 150.000 Euro sowie Bremerhaven und Gelsenkirchen mit 115.000 und 130.000 Euro im Durchschnitt für ein freistehendes Einfamilienhaus.

Die vielfach zitierte Immobilienblase können die Fachleute der LBS in ihrer Studie nicht ausmachen. Der Preisanstieg bei Einfamilienhäusern dürfte nach ihren Prognosen in diesem Jahr rund drei Prozent betragen. Bei Bauland, neuen und gebrauchten Reihenhäusern sehen die Experten eine Teuerung um zwei Prozent. Insgesamt, so die LBS, seien Immobilien in Deutschland auch im internationalen Vergleich relativ günstig und – wegen der niedrigen Zinsen – auch gut bezahlbar.