Preissturz bei Wohnimmobilien in Osteuropa
04.3.2010, geschrieben von Marc Schnoor in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Dass es europaweit sehr große Unterschiede auf dem Wohnimmobilienmarkt gibt, ist keine große Überraschung. Wie die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) in einer Untersuchung herausgefunden hat, seien die Preise vor allem in Skandinavien angestiegen, wohingegen der osteuropäische Markt leicht nachgab.
Laut einer Analyse der European Housing Review (EHR) sind in einigen europäischen Ländern – trotz anhaltender wirtschaftlicher Schieflage – bereits seit 2009 wieder ansteigende Immobilienpreise zu verzeichnen. Die angestiegenen Preise zeigen sich besonders stark in den skandinavischen Ländern. Spitzenreiter ist hierbei Norwegen mit einem Anstieg der Preise um zwölf Prozent im letzten Jahr, danach folgen Finnland mit acht und Schweden mit sieben Prozent.
Während sich auf dem britischen Markt die Immobilienpreise um ein Prozent erhöhten, gab es in Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden Preisrückgänge zwischen vier und sechs Prozent. Noch höhere Wertverluste wiesen die Länder Griechenland, Spanien und Irland auf. Die größten Einbrüche am Wohnimmobilienmarkt verzeichnete allerdings Osteuropa.
Hier verloren vor allem die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen, in denen es Preiseinbrüche zwischen 27 und 53 Prozent gab. Die Royal Institution of Chartered Surveyors schließt ihre Untersuchung trotzdem mit einem positiven Fazit. Demnach sei wegen der niedrigen Zinsen und der sich erholenden Wirtschaft in Europa keine weitere Verschlechterung des Immobilienmarktes zu erwarten. Der osteuropäische Markt sei jedoch weiterhin mit einigen Risiken behaftet.
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