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Rege Nachfrage nach Wohnungen im Hamburger Binnenhafen

27.4.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/Staro1

Wohnen im Hamburger Hafen hat Konjunktur. Nach dem Großprojekt Hafencity wird derzeit ein weiteres Quartier an und in der Elbe erschlossen. Das Wohnungsbauprojekt „Marina auf der Schloßinsel“ scheint ein echter Erfolg zu werden: Schon in der Rohbauphase sind 20 Prozent der Wohnungen vermarktet.

Insgesamt entstehen 162 Wohnungen in dem Quartier im Bezirk Harburg. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wird etwas mehr als die Hälfte als Eigentumswohnungen, der Rest als Mietwohnungen auf dem Markt angeboten. Das teuerste Objekt liegt in den oberen Etagen eines Turmbaus mit dem Namen „Pearl“. 1,3 Millionen Euro soll die Wohnung kosten. Entscheidet sich der zukünftige Käufer für eine zusätzliche Etage werden gar 2,5 Millionen Euro fällig.

Das Areal „Marina auf der Schloßinsel“ war im Herbst 2010 aus dem Hafenentwicklungsgebiet entlassen worden. Damit wechselte die Zuständigkeit von der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) zum Bezirk Harburg im Süden von Hamburg. Der Weg für die Entwicklung des neuen Quartiers wurde frei. Ziel ist es, die Bereiche Wohnen und Arbeiten im Hafen im neuen Wohnungsbauprojekt miteinander zu verbinden.

Die Wohnungen dürften eher für zahlungskräftige Bewohner geeignet sein. Die Quadratmeterpreise der Eigentumswohnungen bewegen sich zwischen 3500 und 5100 Euro. Die Wohnfläche liegt zwischen 70 und 230 Quadratmetern. Alle Wohnungen haben eine Loggia, einige darüber hinaus eine Dachterrasse.

Das Projekt „Marina auf der Schloßinsel“ ist gleichsam ein Lehrstück für den Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt. So investiert zum Beispiel die Provinzial Rheinland-Versicherung aus Düsseldorf 70 Millionen Euro an der Elbe. Vorstandsmitglied Ludger Gooßens begründete den Schritt mit dem Wunsch des Unternehmens, in sichere Geldanlagen mit hohem Realwert investieren zu wollen.

Die Bauarbeiten befördern auch ein gutes Stück der mehr als 1000-jährigen Harburger Geschichte wieder ans Tageslicht. So legten Archäologen des Helms-Museums Fundamente und Mauerwerk des alten Harburger Schlosses sowie Befestigungsanlagen frei.

Wer sich für eine Bleibe auf der Schlossinsel interessiert, kann sich unter www.schlossinsel.de schon einmal im neuen Quartier umsehen und einen Blick in verschiedene Wohnungen werfen.