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Schlechte Zeiten für Vermieter

20.2.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/Mogelzahn

Schlechte Zeiten für Vermieter in Deutschland: Die Nettokaltmieten sind im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent gesunken. Diese Zahl nennt die Eigentümer-Interessenvertretung Haus & Grund mit Blick auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes. Bei einer Inflationsrate von 2,3 Prozent betrage der reale Verlust bei den Nettokaltmieten 1,1 Prozent. Das berichtet die Immobilienzeitung.

Dieser Trend hält seit geraumer Zeit an. Im vergangenen Jahrzehnt sind die Mieten nur einmal real gestiegen. Im Jahr 2009 verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Zuwachs um 0,7 Prozent.

Mit Blick auf die eher bescheidene Ertragslage für Vermieter wirbt Haus & Grund nun bei der Politik um mehr Verständnis für Vermieter. Haus & Grund-Generalsekretär Andreas Stücke fordert laut Immobilienzeitung von der Politik mehr Augenmaß, wenn es um höhere Steuern für private Immobilieneigentümer sowie verschärfte energetische Anforderungen an Wohngebäude geht. Die privaten Vermieter, so Stücke, hätten ein großes Interesse am Werterhalt ihrer Mietimmobilien. Oft nutzen sie die Wohnungen als ihre Altersvorsorge. Steigen die Anforderungen an Pflicht-Investitionen, sinken die Erträge. Manche Vermieter müssen gar mit Verlusten rechnen, so der Haus & Grund-Generalsekretär.

Er geht sogar einen Schritt weiter und ist der Meinung, dass sich energetische Sanierungsmaßnahmen für private Vermieter nicht rechnen. Und zwar selbst dann nicht, wenn sie mit ohnehin anstehenden Modernisierungsarbeiten verbunden werden. Im Klartext: Die Investitionen, die Vermieter in energetische Sanierungsmaßnahmen tätigen, holen sie am Ende trotz der zu erwartenden Einsparungen nicht heraus.

Schlechte Zeiten für Vermieter, gute Zeiten für Mieter

Was den einen besorgt, mag andere erfreuen. Für Mieter bedeutet diese Entwicklung, dass Wohnen in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland verhältnismäßig kaum teurer geworden ist.