Seniorenwohnungen: Kein Platz für die Älteren
13.4.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Im bevölkerungsreichsten Bundesland wird der Wohnungsmarkt für ältere Menschen zunehmend schwieriger. Insgesamt fehlen in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2030 rund 3 Millionen senioren- und behindertengerechte Wohnungen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) schlägt Alarm.
Wie SoVD-Sprecherin Michaela Gehms erklärt, sei der Mangel an Altenwohnungen schon heute dramatisch. Experten gehen davon aus, dass bis 2030 drei Millionen barrierearme Wohnungen in NRW gebaut werden müssen. Das vermeldet das Online-Portal Immobilien-Newsticker.
Derzeit entsprechen nur etwa 100.000 der insgesamt mehr als 8 Millionen Wohnungen in NRW den Ansprüchen von Senioren oder Behinderten. Die Nachfrage sei aber enorm. Zum Teil gebe es hunderte Bewerber auf den Wartelisten der Wohnungsgesellschaften im Ruhrgebiet.
Allein mit Neubauten sei dieses Problem nicht zu lösen, glauben die Fachleute von der Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW. Stattdessen müsse auch erheblich in den Umbau von Bestandswohnungen investiert werden. Für den altersgerechten Umbau von Wohnungen hat das Land NRW eigens ein Förderprogramm aufgelegt. Das aber nehmen Hausbesitzer kaum in Anspruch. So registrierte das Amt für Wohnungswesen in Düsseldorf im vergangenen Jahr ganze 15 Anträge für Wohnungsumbauten. In der NRW-Landeshauptstadt gibt es rund 300.000 Wohnungen. Gerade einmal 1,5 Prozent von ihnen gelten als barrierearm.
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