Steigende Energiepreise fressen Einsparungen durch milden Winter auf
23.5.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Blog
Folgende Tags wurden vergeben: Energiepreise, Heizung
Obwohl die Menschen in Deutschland im milden Winter 2011/2012 weniger Energie verbraucht haben, werden sie bei ihren Heizkosten kaum mit Entlastung rechnen können. Die drastisch gestiegenen Energiekosten fressen die Einsparungen – vor allem beim Heizöl – unterm Strich auf.
Wie der Deutsche Mieterbund (DMB) mitteilt, sank der Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden im vergangenen Winter zwar um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sind aber die Energiekosten drastisch gestiegen. Das belegt der bundesweite Heizspiegel 2012. Wer seine vier Wände mit einer Ölheizung kuschelig warm hält, muss sogar noch tiefer in die Tasche greifen. Durchschnittlich fünf Prozent musste er im vergangenen Winter mehr für Heizkosten ausgeben.
Hintergrund ist der heftige Anstieg des Heizölpreises. Er kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 Prozent nach oben. Wer mit Erdgas heizt, kommt besser davon. Weil der Erdgaspreis im Durchschnitt nur um sieben Prozent anstieg, bleibt für Nutzer von Erdgas unterm Strich eine Einsparung von zehn Prozent Heizkosten übrig.
Beispiel: Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung mussten Nutzer von Heizöl im vergangenen Winter durchschnittlich 890 Euro Heizkosten zahlen. Das sind 40 Euro mehr als im Jahr 2010. Mieter von vergleichbaren Wohnungen, die mit Erdgas geheizt werden, zahlten 715 Euro Heizkosten – das sind 90 Euro weniger als im Vorjahr. Auch die Heizkosten für Fernwärme sanken, und zwar durchschnittlich um 10,8 Prozent.
Entwarnung in Sachen Energiekosten wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Auch 2012 drehe sich die Preisspirale unvermindert weiter, so der Deutsche Mieterbund. Schon im ersten Quartal 2012 sind die Heizölpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent gestiegen. Der Fernwärmepreis kletterte im gleichen Zeitraum um elf Prozent.
Zum achten Mal hat die gemeinnützige co2online GmbH den bundesweiten Heizspiegel vorgelegt. Er wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Der Deutsche Mieterbund unterstützt die Arbeit ebenfalls. Im Heizspiegel 2012 werden insgesamt 70.000 Gebäudedaten aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewertet. Unter www.heizspiegel.de ist die Broschüre verfügbar.
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