Steigende Mieten in Berlin: Senat will weniger Wohngeld zahlen
27.2.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Berlin, Hartz IV, Mieten
Die Berliner leiden unter kräftig anziehenden Mietpreisen, aber auch die Stadt Berlin ächzt, denn für die überdurchschnittlich hohe Zahl der Harz IV-Empfänger trägt sie die Wohnkosten. Die Berechnung der Ansprüche soll deshalb neu geregelt werden.
Viele Berliner Hartz IV-Empfänger wohnen inzwischen zu teuer, deshalb soll die staatliche Wohnhilfe laut Berliner Morgenpost neu geregelt werden. Gefordert hatte das auch das Bundessozialgericht, das die bisherigen Richtwerte für nicht nachvollziehbar befand. Künftig soll sich die Höhe der Zuschüsse an einfachen Wohnlagen orientieren – und die befinden sich naturgemäß nicht in den beliebten und zentralen Vierteln. Kritiker befürchten eine „soziale Entmischung“ der Wohngebiete – eine Aufteile in arme und reiche Stadtteile. DCU-Sozialsenator Mario Czaja wiegelt jedoch ab: „Wir wollen keine Verdrängung an den Stadtrand“. Unter der rot-roten Vorgängerregierung war eine Neuregelung gescheitert, weil SPD und Linkspartei sich über die Berechnungs-Grundlange zerstritten hatten.
Rund 100.000 Berliner, die auf Unterstützung angewiesen sind, leben nach Schätzungen in zu teuren Wohnungen. Die Stadt hat bereits Kosten von 1,4 Milliarden Euro für Wohnungs- und Heizhilfen zu tragen.
Weitere Immobilien News von Immonet:
- Steigende Mieten in Berlin: Die Singles sind Schuld
- Mieten, Immobilienbesitz, Leerstand: So wohnen die Deutschen
- Berliner wehren sich gegen zu hohe Mieten
- Düsseldorf: Wer mieten will, muss blechen
- Berliner Immobilienmarkt: Shoppingparadies für Reiche aus Krisenstaaten
- Immobilienmarkt: Investoren zieht es nach Deutschland
- Schlechte Zeiten für Vermieter
- Immobilienmarktbericht: Wohnen in Deutschland wird immer teurer
- Viele Single-Haushalte lassen Mieten steigen
- Schrottimmobilien: Bundesgerichtshof sorgt für Hoffnung bei Betrugsopfern






