Steuererleichterungen für Gebäudesanierungen: Kompromiss gesucht
23.7.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Bund und Länder ringen weiterhin um einen Kompromiss in Sachen Steuererleichterungen für Gebäudesanierungen. Nun kündigte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) an, mit den Ländern erneut über Vergünstigungen für Immobilienbesitzer zu verhandeln. Ziel ist es, neue Anreize zur energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien zu schaffen.
Sollte der Kompromiss erneut scheitern, möchte Altmaier laut Saarbrücker Zeitung ernsthaft über Alternativen nachdenken. Bekanntlich versucht die Bundesregierung seit längerem, steuerliche Anreize für energetische Modernisierungsmaßnahmen zu schaffen. Die Bundesländer wehren sich dagegen, weil sie zunächst die Finanzierung solcher Steuererleichterungen geregelt wissen wollen.
Die Kosten für das Investitionsprogramm schätzt die Bundesregierung auf jährlich 1,5 Milliarden Euro. Allerdings rechnet das Bundesumweltministerium damit, dass sich diese Investition spätestens im zweiten Jahr selbst tragen wird. Denn die getätigten Investitionen in Sanierungsmaßnahmen führten auf der anderen Seite zu Steuermehreinnahmen.
Mit dem Programm möchte die Bundesregierung die Energiewende auch im Bereich des Wohnungsbaus vorantreiben. Sie will finanzielle Anreize schaffen, damit private Hausbesitzer und Vermieter vermehrt in Maßnahmen zum Energiesparen investieren. Dazu gehören zum Beispiel der Austausch von Türen und Fenstern, der Einbau einer zeitgemäßen Wärmedämmung, Dachsanierungen oder die Erneuerung von Heizungsanlagen.
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