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Streit um Potsdamer Immobilien: Günther Jauch prangert an

17.10.2011, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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Günther Jauch

Günther Jauch, © Wikimedia Commons/Bastih01

Bei der Affäre um dem Verkauf von rund 100 Potsdamer Immobilien hat sich Moderator Günther Jauch eingeschaltet. Die Objekte, damals im Besitz der Gewoba, sollen angeblich unter Wert veräußert worden sein. Jauch wirft den Stadtoberen laut „Stern“ die Bevorzugung eines bestimmten Käufers vor.

Im Jahr 2000 hatte die Gewoba 1.050 Wohnungen in 100 Immobilien in Potsdam an den Unternehmer Theodor Semmelhaack verkauft. Laut “Stern” äußerte Jauch in einem Brief an Oberbürgermeister Jann Jakobs die Transaktion hätte unter Bedingungen stattgefunden, „die nahelegen, dass außer Herrn Semmelhaack kein anderer beim Erwerb zum Zuge kommen sollte“.

Bei der damaligen Transaktion soll das Bieterverfahren nicht transparent gewesen sein, auch das Rechnungsprüfungsamt rügte damals das Geschäft. Die Gewoba hatte die Objekte lediglich einigen selbst ausgewählten Unternehmen zum Kauf angeboten. Jauch, der dem Wohnungsunternehmen sein Kaufinteresse zuvor mitgeteilt hatte, wurde anscheinend nicht benachrichtigt. Der Investor Semmelhaack bekam schließlich den Zuschlag und zahlte 26,3 Millionen Euro für zwei Immobilienpakete, dabei gewährte die Stadt laut Tagesspiegel  10- und 20-prozentige Preisabschläge. Nach dem Kauf sollen dem Investor laut Jauch keine Sanierungsverpflichtungen auferlegt worden sein, während er selbst diese leisten musste.

Semmelhaack erklärte, tatsächlich keine Sanierungsauflagen erhalten zu haben, aber dennoch rund das Doppelte des Kaufpreises in die Objekte investiert zu haben. Zu den Umständen des Kaufs äußerte er sich nicht.