Streit um Wolfgang Joops Berliner Penthouse
31.10.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog
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Spezielle Form der Kundenakquise: Mit Bildern einer Berliner Penthouse-Wohnung des Designers Wolfgang Joop hoffte ein Makler Aufmerksamkeit für sein Angebot zu erregen. Der Haken an der Sache: Der Modemacher will gar nicht verkaufen.
Journalisten der B.Z. entdeckten im Schaukasten eines russischen Maklers am Kudamm eine Anzeige für eine luxuriöse Stadtwohnung in kyrillischer Schrift. Auch für Westeuropäer erkennbar war der Name Wolfgang Joop und ein Foto eines Wohnzimmers, das offensichtlich von dem Exzentriker eingerichtet worden war. Auf Nachfrage der B.Z.-Reporter zeigte der Designer sich ahnungslos. Der Zeitung sagte er: „Es könnte sich tatsächlich um meine Wohnung in Berlin-Mitte handeln. Sie war als Atelier für ‚Wunderkind’ gedacht, aber das lasse ich nun in Potsdam. Ich wollte sie kurzzeitig verkaufen, habe mich dann aber entschieden, es doch nicht zu tun. Die Inflation steigt ja wieder, man sollte das Geld besser in Sachwerten lassen.“
Der deutsche Modemacher hatte in der Vergangenheit zwar überwiegend durch die finanziellen Nöte seines Labels ‚Wunderkind‘ Schlagzeilen gemacht. Einen gewissen Glamourfaktor transportiert sein Name jedoch weiterhin, was die übereifrigen Anbieter sich anscheinend zu Nutze machen wollten. Joops Anwalt bestätigte laut B.Z., dass für die Wohnung längst kein Verkaufsauftrag mehr bestehe. Er kümmert sich nun um die falsche Werbung.
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