Studentenwohnheime: Leben im Gartenhaus oder ehemaligem Gefängnis
01.11.2011, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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© Wikimedia Commons/Garitzko
Um die Wohnungsnot der Studenten zu bekämpfen, bauen immer mehr Studentenwerke ungewöhnliche Gebäude zu Apartments um.
Vorreiter ist das Studentenwerk Osnabrück: Bereits vor Jahren haben die Niedersachsen neuen Wohnraum in einem Wasserwerk, einer Fabrik und einem 200 Jahre alten Bauernhof geschaffen. In dem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb kann man in der Scheune, der Remise oder dem umgebauten Stall wohnen. Zum Grundstück gehören zudem ein Gemüsebeet und Hühner. Das absolute Highlight ist aber der Wachturm auf der Stadtmauer. Auf 17 Quadratmetern, verteilt über drei Etagen, kann sich ein Student einrichten. Erst vor kurzem dazugekommen ist ein fast verrottetes Gartenhäuschen im Bürgerpark, in dem jetzt nach der Sanierung auf 40 Quadratmetern zwei Studenten wohnen.
Studentenwerke in anderen Städten greifen die Umbau-Ideen aus Osnabrück nun auf. In Frankfurt am Main können Hochschüler seit kurzem in einem ehemaligen Polizeigebäude wohnen. Als nächstes ist der Umbau eines Gefängnisses geplant. In Siegen ist ein Obdachlosenheim umgebaut worden und in Regensburg finden Studenten in ehemaligen Klöstern ein neues Zuhause. “Es ist ein Trend, der aus der Not heraus geboren wurde”, sagt Stefan Grob von den Deutschen Studentenwerken gegenüber der Welt. “Wir versuchen damit dem Studentenansturm entgegenzuwirken.”
Studentenwohnungen findet man übrigens auch auf Immonet.
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